Zetel „Sie brauchen keine Angst zu haben mal ins Rathaus zu kommen, wir sind ein offenes Haus und haben immer ein offenes Ohr“, sagte Bürgermeister Heiner Lauxtermann am Mittwochabend zu neuen Einwohnern in der Gemeinde Zetel. Im Schulmuseum Bohlenbergerfeld fand der Neubürgerempfang der Gemeinde statt. Auch Pfarrer Michael Trippner wünschte den neuen Zetelern „ein gutes Ankommen in der politischen und kirchlichen Gemeinde Zetel“.

76 Gäste waren gekommen und ließen sich am Grill verköstigen. Sie konnten mit Vertretern sozialer Einrichtungen, Gemeindedienststellen, Polizei und Feuerwehr ins Gespräch kommen.

Insgesamt vergrößerte sich die Einwohnerzahl der Gemeinde in den letzten anderthalb Jahren um 628 Menschen, die ebenso aus fernen Ländern wie aus der näheren Umgebung nach Zetel gezogen sind. So wie Familie Weinbecker, die vorher in Oldenburg wohnte. „Wir suchten einen Hobbybauernhof und fanden hier etwas Schönes“, sagte Vater Bernd Weinbecker. Zuvor hatten sie die Gegend mit dem Fahrrad erkundet. „Danach wussten wir, dass wir hierher wollen“, sagte Mutter Nina Weinbecker. Tochter Smilla zählte freudig die bisher auf dem Hof lebenden Tiere auf: neun Schafe, sechs Bienenvölker, zwei Kaninchen und sechs Hühner. „Nun wünsche ich mir noch einen Hund“, sagte sie. Ihre Schwester Rose ist mit dem Schulwechsel zufrieden. „Die Lehrinhalte sind die gleichen, aber hier geht es wesentlich entspannter und ruhiger zu.“

Aus Solingen kamen Hannelore und Manfred Wahl nach Zetel. „Wir hatten hier schon oft Urlaub gemacht und gemerkt, dass es unserer Gesundheit gut tut“, begründeten sie ihre Entscheidung.

Nach einigen Schicksalsschlägen verließ Annelies Tack ihre alte Heimat am Bodensee. „Ich hab’ alles abgebrochen und hinter mir gelassen.“ Seit Oktober ist sie Zetelerin. „Ich habe schon Pilze gesammelt, erfreue mich an den Tieren auf den Wiesen und die Berge vermisse ich nicht“, sagte sie und ist glücklich, hier herzlich aufgenommen worden zu sein.

Vor einem Jahr zogen Sabina und Jürgen Fleitmann aus Bonn in die Gemeinde. „Wir hatten uns vieles im Internet angesehen, Zetel bot die beste Lösung für einen Umzug“, sagten sie. Das Ehepaar hatte sich im Netz darüber informiert, welche Busverbindungen es gibt und waren mit dem Angebot in Zetel zufrieden. Doch dann kam die unschöne Überraschung: Tatsächlich musste das Paar nach ihrem Umzug feststellen: „Die Busse fahren ja kaum und in den Ferien gar nicht.“ Gespannt verfolgen sie nun die Nahverkehrsinitiative des Landkreises Friesland und hoffen auf Besserung. Bis dahin haben sie sich nach sechs autofreien Jahren wieder ein Fahrzeug zugelegt.

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