Zetel Der Entwurf für den Anbau einer Krippe an den Kindergarten Südenburg ist fertig: Tobias Matschke von den „Kapels Architekten“ hat den Neubau einer Krippe zusammen mit der Kindergartenleitung und Birte Marschalk von der Krippe Emkenburg sowie der Verwaltung der Gemeinde Zetel erarbeitet. Jetzt hat der Architekt den Entwurf öffentlich im Schul-, Jugend- und Sozialausschuss der Gemeinde Zetel vorgestellt.

Gemeinsamer Eingang

Gebaut werden soll direkt angeschlossen an den Kindergarten Südenburg ein 600 Quadratmeter großes Gebäude, dessen lange Seite parallel zur Straße Südenburg verlaufen soll. Der neue Trakt würde auf dem Gelände des Freibades entstehen – der Vorteil dabei ist, dass die Gemeinde so ihr eigenes Grundstück verwendet und die Kosten für einen Grundstückskauf spart.

Alle Kinder und Mitarbeiter benutzen dann einen gemeinsamen Eingang an der Auffahrt des bestehenden Kindergartens. So begegnen sich die größeren und die kleineren Kinder in Südenburg und die Mitarbeiter von Kindergarten und Krippe können sich austauschen.

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Große Investition

Der neue Trakt soll einen Bereich für die Verwaltung mit großem Personalraum beherbergen, außerdem einen großen Speisesaal (mit separatem Eingang zur Straße Südenburg für die Anlieferung des Essens), drei Gruppenräume mit jeweils angegliederten Schlaf- und Waschräumen sowie einen großen Bewegungsraum, der, anstelle eines Flures, die Gruppenräume miteinander verbindet. Im hinteren Bereich entsteht durch den Neubau ein geschützter Innenhof, der von den vorhandenen Bäumen beschattet wird. Außen könnte der Kindergarten mit Lärchenverschalung und großen, farbigen Zementfaserplatten gestaltet werden.

Diese Investition in Familienfreundlichkeit der Gemeinde Zetel hat allerdings ihren Preis: zu den 1,48 Millionen Euro reinen Baukosten kommen die Kosten für die Außenanlagen von 111.000 Euro und die Baunebenkosten in Höhe von 318.000 Euro dazu. Ohne Einrichtung würde die neue Krippe 1,91 Millionen Euro kosten.

In der Krippe könnten 45 Kinder betreut werden. Eine Krippengruppe, die bereits im Kindergarten untergebracht ist, soll in die neue Krippe ziehen, außerdem werden zwei neue Krippengruppen geschaffen. Der Bedarf sei auf jeden Fall da. Derzeit stehen bereits zehn Kinder auf der Warteliste für einen Krippenplatz, Tendenz steigend.

Grundsatzfrage

Bereits im Februar dieses Jahres hatte der Rat mit der Verabschiedung des Haushalts beschlossen, dass eine Krippe an den Kindergarten angebaut werden soll und die „Kapels Architekten“ mit der Planung beauftragt werden sollen.

Dennoch beschäftigte auch die Grundsatzfrage, ob dort überhaupt eine neue Krippe entstehen werden soll, einige Politiker in der Sitzung des Sozialausschusses. So bat etwa Hans Bitter (SPD) seine Ausschusskollegen, sich vor Augen zu führen, wie viele Investitionen in den kommenden zwei bis drei Jahren für die Gemeinde anstehen – etwa der Anbau an die Grundschule und das neue Feuerwehrhaus. Er regte an, darüber nachzudenken, ob die Außenstelle der Grundschule Bohlenberge, die im Zuge des Anbaus an die Grundschule Zetel geschlossen werden soll, zu einer Kinderkrippe umgebaut werden könnte.

Bürgermeister Heiner Lauxtermann entgegnete, das Gebäude in Bohlenberge sei zum einen zu klein und zum anderen sei ein Umbau inklusive energetischer Sanierung „wirtschaftlich nicht darstellbar“ – also zu teuer.

Hohe Kosten „erwartbar“

Die 1,9 Millionen Euro Baukosten für die neue Krippe seien im Rahmen des Erwartbaren. „2000 Euro pro Quadratmeter muss man bei einem Neubau dieser Art kalkulieren. Alles andere ist Augenwischerei“, sagte Lauxtermann.

Ursprünglich waren für den Bau einer Krippe am Kindergarten rund 1,4 Millionen Euro veranschlagt worden. Dieser Kostenrahmen konnte bei der konkreten Planung nicht eingehalten werden.

Sandra Binkenstein Redakteurin / Redaktion Varel
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