Zetel In Zetel wird derzeit die Geschäftswelt vermessen: Schon die ganze Woche über sind Mitarbeiter des Stadtplanerbüros Stadt+Handel in Zetel unterwegs, messen die Geschäfte aus und schauen sich an, was es in den Sortimenten alles gibt. Wofür das Ganze?

Das kam bei der letzten Erhebung heraus

Bei der Erhebung in der Zeteler Geschäftswelt von 2014 kam das Gutachten zu folgenden Ergebnissen:

Kaufkraft: Die Gemeinde Zetel mit 11 800 Einwohnern verfügte über eine Kaufkraft von 68,1 Millionen Euro. Damit lag das Kaufkraftniveau bei 93 Prozent und somit knapp unter dem Bundesdurchschnitt.

Verkaufsflächen: Im Sommer 2014 gab es 89 Betriebe, 31 500 Quadratmeter Verkaufsfläche und 18 Leerstände. Das Angebot von Verkaufsflächen war überdurchschnittlich groß.

Nahversorgung: Der Hauptsiedlungsbereich war gut abgedeckt.

Möbelangebot: Kaum überraschend: Es gab ein so großes Möbelangebot, dass viele Kunden aus dem Umkreis in die Gemeinde kommen, um Möbel zu kaufen.

Kleidung: Das Angebot an Bekleidung, Schuhen und Sportartikeln deckte den Bedarf laut Analyse nicht ab.

Sanitätsartikel: Das Angebot könnte größer sein.

Fahrrad-Artikel: Das Angebot ist ausbaufähig. Es sei aber unklar, ob sich ein Zweirad-Geschäft etablieren könne.

Papier- und Schreibwaren: Das Gutachten bescheinigte der Gemeinde Potenzial in diesem Bereich, verwies aber auch auf die starke Konkurrenz aus dem Internet.

Die Gemeinde Zetel will sich so ein aktuelles Bild vom Angebot in der Gemeinde machen. „Wir brauchen das als Entscheidungsgrundlage, um zu sehen, wo geht es hin und wo gibt es Bedarf“, erklärt Detlef Kant von der Gemeindeverwaltung. „Wenn wir irgendwo eine Überversorgung haben, hat da keiner etwas von.“ Das führe nur zu einer Kannibalisierung der Geschäfte.

Dabei ist die letzte Erhebung in Zetel, auf der das Einzelhandelsentwicklungskonzept beruht, nicht einmal fünf Jahre her. Dennoch sei die aktuelle Erhebung notwendig. „Das Konzept ist so nicht mehr anwendbar“, erklärt Detlef Kant. Beispielsweise sei der Ort nicht so stark geschrumpft, wie es ursprünglich vorhergesagt wurde. Zudem habe es einige Veränderungen in der Zeteler Geschäftswelt gegeben, die dafür gesorgt hätten, dass das alte Konzept nicht mehr auf die aktuelle Situation passt. In dem aktualisierten Konzept sollen dann auch wieder die erwarteten Entwicklungen bei den Einwohnerzahlen, die zur Verfügung stehenden Verkaufsflächen und das vorhandene Sortiment zusammengeführt werden, um so festzustellen, wie es um die Versorgung der Gemeinde steht.

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Etwas, dass sich auf jeden Fall nicht ändern wird, ist, dass die gesamte Geschäftswelt sich im Ortskern konzentrieren wird. In Zetel funktioniere das bisher ganz gut und darauf ist man auch etwas stolz, wie Detlef Kant erklärt: „Der gesamte Apparat konzentriert sich auf den Ortskern. Wir haben keine Märkte auf der grünen Wiese.“ Wer als Geschäftsmann mit einem so genannten „zentrumsrelevanten Sortiment“ außerhalb des Ortszentrums starten will, hat schlechte Karten. Solche Ansiedlungen werden jenseits des Zentrums verhindert.

Bei der letzten Erhebung vor knapp fünf Jahren kam die damals beauftragte BBE Handelsberatung zu dem Schluss, dass Zetel über eine gute Nahversorgung verfügt. Das Kaufkraftniveau lag damals knapp unter dem Bundesdurchschnitt und das Einzelhandelsgefüge wurde für „insgesamt gut“ befunden.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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