Zetel /Bockhorn Wer einmal selbst stundenlang offenen Auges durch die Natur gelaufen ist und jedes Stück Plastik, jede weggeworfene Flasche und jede plattgetretene Zigarettenkippe aufgehoben hat, stellt fest: An den Straßenrändern und in Grünanlagen liegt jede Menge Müll, auch wenn man ihn auf den ersten Blick nicht immer sieht. Die Zeteler ziehen deswegen am 20. und 21. März wieder los zum großen Naturputz. Zetel ist eine von vielen Gemeinden, in denen sich Schul- und Kindergartenkinder, Vereinsmitglieder und einzelne Bürger an der Naturputz-Aktion beteiligen. Auch die Gemeinde Bockhorn nimmt an der Aktion teil und ruft wieder Vereine und Gruppen auf, mit zu sammeln.

In Zetel werden Abfallsäcke kostenlos zur Verfügung gestellt und können eine Woche vorher im Rathaus, Zimmer 215, abgeholt werden. Den eingesammelten Müll können die Teilnehmer in Zetel auf dem Markthamm neben der Feuerwehr (bitte darauf achten, dass die Feuerwehrzufahrt nicht blockiert wird) und in Neuenburg auf dem Parkplatz beim Vereenshuus an der Graf-Anton-Günther-Straße abstellen. Der Müll sollte noch am Sammeltag bis 13 Uhr abgestellt werden, er wird am selben Tag abgefahren.

Für alle Helferinnen und Helfer gibt es wieder einen gemeinsamen Imbiss mit Erbsensuppe und Getränken in den Feuerwehrgerätehäusern Zetel und Neuenburg.

Viele Vereine machen wieder mit, unter anderem ist der SPD-Ortsverein Neuenburg seit Beginn der Aktion vor 17 Jahren dabei. Die Mitglieder treffen sich um 9.45 Uhr vor der Friedhofskapelle in Neuenburg.

Plastikmüll ist ein Riesenproblem für die Umwelt: Es dauert 450 Jahre, bis sich eine Getränkeflasche aus Plastik vollständig aufgelöst hat. Wenn sie vom Regen in einen Fluss geschwemmt wird, gelangt sie vielleicht bis ins Meer. Und dort kostet die weggeworfene Flasche vielleicht sogar Fischen das Leben, weil sie an der Plastik ersticken oder sie fressen und daran verenden. Die Weltmeere sind voll von Plastikmüll und sogar dort, wo noch nie ein Mensch seinen Fuß hingesetzt hat, gibt es Plastikmüll: Wissenschaftler haben am tiefsten Punkt der Erde – dem Marianengraben – in 11 000 Metern Tiefe eine Plastiktüte gefunden, berichtet das Umweltministerium.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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