Zetel Schon vor dreißig Jahren sollte die Danziger Straße in Zetel ausgebaut werden – aber damals noch mit der herkömmlichen Straßenausbaubeitragssatzung: Nur die Anwohner der Danziger Straße sollten Beiträge zahlen, und zwar in vier- bis fünfstelliger Höhe, je nach Grundstücksgröße. Dagegen haben sich die Anwohner gewehrt und eine Interessenvertretung gegründet.

Bürger wehren sich

„Nach fast drei Jahrzehnten hat die unendliche Geschichte der Danziger Straße in Zetel doch noch zu einem akzeptablen Ende geführt“, schreibt Siegfried Marienhoff von der Interessenvertretung. „Daher wurde die IG Danziger Straße zum Jahresende aufgelöst.“ Die 650 Euro aus den Beiträgen der Anwohner hat die IG dem Tierheim in Wilhelmshaven gespendet.

Die Danziger Straße wurde ursprünglich als Anliegerstraße gebaut. „Bereits 1991 wurde den Anliegern vom damaligen Gemeindedirektor Heiner Lauxtermann mitgeteilt, dass die Straße in einem sehr schlechten Zustand sei und saniert werden müsse. Die Kosten sollten von den Anliegern gezahlt werden. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch an dem Protest der Anlieger“, berichtet Marienhoff. „Eine Anliegerstraße war die Danziger Straße schon lange nicht mehr. Schwerlastverkehr verschlimmerte immer mehr den Zustand der Straße.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Neue Satzung

Im Mai 2008 gab es eine erste Anliegerversammlung und Gründung der IG Danziger Straße. Gründungsmitglieder waren Horst Steinmetz, Siegfried Marienhoff, Rolf-Dieter Janßen und Hartmut Braun. Mittlerweile war eine Kernsanierung der Straße geplant, die Anlieger sollten 40 Prozent der Kosten tragen. Die Anwohner wehrten sich und forderten die Abschaffung der Satzung, die manch einen Anwohner in finanzielle Not hätte bringen können.

Sehr viele Gespräche fanden statt, bis die Gemeinde einlenkte. Sie schaffte die Straßenausbausatzung zwar nicht ab, konnte sie aber wegen einer Gesetzesänderung umschreiben. Im Dezember 2018 verabschiedete die Gemeinde eine neue Straßenausbausatzung: Jeder Grundstückseigentümer in den Kernbereichen von Zetel und Neuenburg zahlt jährlich einen meist zwei- bis dreistelligen Geldbetrag – je nach Grundstücksgröße und Art der Bebauung –, und damit kann die Gemeinde alle Straßen in Schuss halten. Dieser „Solidartopf für den Straßenbau“ soll die finanzielle Last auf alle Bürger in den Ortskernbereichen verteilen.

NWZ-ePaper Archiv
Stöbern Sie in über 70 Jahren Zeitgeschichte in unserem NWZ-ePaper Archiv.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.