Zetel Die Gemeinde Zetel baute 2010 die alten Bahntrassen zurück und erschuf naturnahe Rad- und Wanderwege, die von Bürgern und Touristen gern genutzt werden. Doch nun wird diese Idylle empfindlich gestört. Entlang des Weges entsorgen Gartenbesitzer ihre Abfälle – und stören nicht nur das Auge des Betrachters, sondern greifen in das Ökosystem der Natur ein.

Mahnung fruchtet

Auf diesen Missstand macht Anwohnerin Wiebke Bruns aufmerksam. „In mir schwelt es schon jahrelang, ich habe mich im Stillen immer geärgert. Doch eines Sonntagmorgens kam mir die Idee mit den Negativ-Smileys. Ich malte traurige Gesichter und steckte sie in die Abfallhaufen“, berichtet Wiebke Bruns der NWZ.

Immer wieder werden die Smileys entfernt. Aber die Naturfreundin gibt nicht auf. Und ihre Mahnung mit den Schildern hat auch schon gefruchtet: Einige Leute haben eine zweite Biotonne geordert, berichtet Wiebke Bruns. „Mein Anliegen ist es nicht, mit dem erhobenen Zeigefinger auf die Verursacher zu zeigen. Ich möchte einen Denkanstoß geben und die Menschen für ihre Umwelt sensibilisieren. Ich liebe Wildblumen, und es macht mich traurig, Abfallhaufen zu sehen, die die Blumen und die Aussaat unterdrücken.“

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Mit dieser Aktion möchte Wiebke Bruns andere motivieren, es ihr gleich zu tun. „Wenn viele ein Zeichen setzen gegen das Abladen von Grünabfällen in der Natur, würde mich das sehr freuen“, sagt sie.

Natur nimmt Schaden

Denn die Natur nimmt Schaden. Durch die Verrottung von Gartenabfällen wird die Nährstoffzusammensetzung gestört. Auch wenn diese Abfälle organisch sind, haben diese einen hohen Stickstoffanteil. Brennnesseln lieben den Stickstoff – und nach kurzer Zeit ist das Gleichgewicht in der Natur gestört. Mannshohe Brennnesseln säumen die Wege. Abgelagerter Rasenschnitt führt zu Schimmel-, Gärungs- und Fäulnisprozessen und letztendlich zum Absterben von Organismen. Doch: Wohin mit dem Laub?

Auf Anfrage teilt die Sprecherin des Landkreises Friesland, Nicola Karmires, mit: „Der Landkreis bietet als Entsorgungsträger für pflanzliche Abfälle diverse Erfassungssysteme und Grünabfallsammelstellen. Neben der Biotonne und der halbjährlich stattfindenden Ast- und Strauchschnittabfuhr, können pflanzliche Abfälle auch bei den Entsorgungsanlagen angeliefert werden.“

Übermengen an Grünabfällen wie Rasenschnitt, Laub und Gartenabfälle werden im Abfallwirtschaftszentrum Wiefels angenommen. Bei größeren Grundstücken bietet der Landkreis eine zusätzliche Gartenabfalltonne an. Eine weitere Möglichkeit ist die Kompostierung im eigenen Garten.

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