BOCKHORN Zu einem Informationsgespräch trafen sich am Dienstagabend die Kandidaten für den künftigen Seniorenbeirat der Gemeinde Bockhorn und Mitglieder des Rates im „Hotel Hornbüssel". Der Ratsvorsitzende Thorsten Krettek (CDU) konnte Fraktionsmitglieder von SPD, CDU, FDP und BfB begrüßen – aber niemanden von der UWG. Krettek erinnerte daran, dass der Rat vor zwei Jahren die Weichen für die Bildung des Seniorenbeirates gestellt hatte, einzig Bürgermeister Ewald Spiekermann hatte damals dagegen gestimmt. Er rief den Kandidaten zu: „Bleiben Sie am Ball, gehen Sie auf die älteren Mitbürger zu, bringen Sie ihre Ideen ein."

Termin ist der 15. April

Walter Daxl vom Bürgerverein Bockhorn gehört zu den maßgeblichen Organisatoren der Beiratswahlen: „Es ist bedauerlich, dass die UWG nicht vertreten ist." Er befürchte, das der kritische eingestellte Bürgermeister „uns Steine in den Weg legt. Aber wir wollen den Seniorenbeirat zum Wohle aller Bürger einrichten." Bislang haben sich zehn Kandidaten gefunden: Klaus Böttcher, Walter und Elfriede Daxl, Gisela Dreyer, Gerd Gerdes, Uwe Gerdes, Annerosl Häring, Max Müller, Alwin Roßkamp und Karl Stelter. Die Versammlungswahl des Seniorenbeirates wird am Mittwoch, 15. April, 15 Uhr, im „Hotel Hornbüssel" durchgeführt, weitere Kandidaten können sich bis kurz vor der Wahl bei Daxl, Tel. 04452/1263, oder im Rathaus, Tel. 04453/70825, melden. Aktiv und passiv wahlberechtigt sind alle Bockhorner Bürger ab 60 Jahre sowie Vorruheständler ab 55.

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Nächster Schritt zur Vorbereitung sollte eigentlich ein Informationsbrief an alle Haushalte in der Gemeinde Bockhorn sein, der nach Wunsch der Kandidaten von den Bezirksvorstehern verteilt werden sollte. Das geschieht nicht, wie Bürgermeister Spiekermann am Mittwoch auf Nachfrage der NWZ erklärte: „Wir als Gemeinde können keine Werbung für einzelne Kandidaten machen. Wir müssen uns neutral verhalten denen gegenüber, die sich eventuell noch aufstellen lassen."

Stärkere Nachfrage

Dass ein Seniorenbeirat grundsätzlich von Nutzen sei, betonte die Referentin des Abends, Nantke Ihnen von der Koordinierungsstelle „Älter werden" des Landkreises Friesland: „Es ist toll, dass in Bockhorn ein Beirat gegründet werden soll. Zuwendung zu Älteren mit Besuchsdiensten ist sehr sinnvoll." Und das wird in den kommenden Jahren stärker denn je nachgefragt werden, wie aus der von Nantke Ihnen mit ausdrucksstarken Zahlen belegten demografischen Entwicklung in Friesland und Bockhorn hervorgeht.

Bevölkerungsrückgang

„In Friesland haben sich die Geburtenzahlen von 1970 bis 2007 halbiert, 2050 wird es doppelt so viele 80-Jährige wie Neugeborene geben, immer mehr jüngere Berufstätige wandern ab, der Bevölkerungsrückgang ist enorm. Ihnen: „Es wird für alle Kommunen eine besondere Herausforderung, den Bedürfnissen der Senioren gerecht zu werden." Auch in Bockhorn „ist ein extremer Rückgang bei den Geburten festzustellen." 1970 gab es 330 Jungen und 324 Mädchen im Alter von 0 bis 5 Jahren, 2007 waren es nur noch 182 Jungen und 139 Mädchen.

beirat will „Ohr“ der senioren sein

Die zehn aktuellen Kandidaten für den Seniorenbeirat der Gemeinde Bockhorn haben einen Informationsbrief für alle Haushalte verfasst. Daraus an dieser Stelle einige Auszüge:

„Wir sind ältere Bockhorner Bürger, die sich ehrenamtlich für Senioren einsetzen wollen. Wir sind parteipolitisch und konfessionell neutral und unabhängig. Sie fragen sich, was das alles soll? Haben wir nicht schon genügend Organisationen, die sich um unser Wohl sorgen? Genau hier sieht der Seniorenbeirat seine Aufgabe. Er soll Ihr Ohr sein, das im Lärm der offiziellen und kommerziellen Angebote und Informationen hört, was Ihnen nützen kann, er soll Ihre Stimme sein, die Ihre berechtigten Sorgen und Wünsche öffentlich macht. Wir brauchen Ihre Unterstützung. Bitte nutzen Sie Ihr Wahlrecht am 15. April. Wir brauchen einen starken Rückhalt in der Bockhorner Bevölkerung."

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