Gödens Mit einem einfachen Beispiel aus der ersten industriellen Revolution im 19. Jahrhundert machte Maximilian von Wedel als Gastgeber des Wirtschaftsforums „Perspektive Friesland“ das Problem deutlich: Brasilien hätte damals mit großen Anbauflächen für Baumwolle beste Voraussetzungen gehabt, eine blühende Textilindustrie aufzubauen. Doch weil das Land es nicht schaffte, die entsprechende Infrastruktur bereitzustellen, wurde die Textilindustrie zu einer der Säulen der Industrialisierung in England. „Heute wird entsprechend erfolgreich sein, wer eine nachhaltige Infrastruktur für die digitale Welt zur Verfügung stellt“, sagte von Wedel.

Vor etwa 180 Vertretern aus Wirtschaft und Verwaltung zog Landrat Sven Ambrosy eine durchweg positive Bilanz der vergangenen Jahre: Die Arbeitslosigkeit sei von über zwölf Prozent auf rund fünf Prozent zu senken und mit den Bereichen Logistik, Tourismus, Luftfahrt, Lebensmittelbranche und Papier seien Schwerpunkte für eine nachhaltige Entwicklung gesetzt. „Wir müssen uns Gedanken zum Fachkräftemangel machen“, hob Ambrosy hervor.

Er nannte den Breitbandausbau als die Infrastruktur der Zukunft. „Ein Ausbau der Netze hebt den Nachteil des ländlichen Raums auf. Wir wollen das Netz so ausbauen, dass es auch noch in zehn oder mehr Jahren dem rasant wachsenden Bedarf gerecht wird“, sagte der Landrat. Das soll 2017 und 2018 in Angriff genommen werden.

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Zur erwarteten Förderung durch das Land konnte Minister Olaf Lies (SPD) zwar nichts Konkretes verkünden. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass der Ausbau gefördert wird“, betonte er jedoch. „Wir sind längst nicht mehr das Ende aller Wege, sondern der Anfang. Hier kreuzen sich alle Handelswege und mit Logistik, Windkraft und Häfen sind wir gut aufgestellt. Ohne den Jade-Weser-Port wird nichts mehr gehen, auch wenn unsere Nachbarländer das lange geglaubt haben“, betonte er.

Wie rasant die Entwicklung beim Breitband ist, zeichnete Ulf Timmermann anhand der Firma Reichelt nach. Vom liebenswerten und etwas chaotischen Ladengeschäft an der Marktstraße in Wilhelmshaven in den 80er Jahren hat sich die Firma innerhalb 30 Jahren zu einem großen Player auf dem deutschen und internationalen Markt entwickelt.

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