Varel „Obwohl die Windenergie eine Erfolgsstory ist, sollen wir ab 2017 ausgebremst werden“, sagte Dirk Ihmels von Innovent bei der Demonstration „5 vor 12 für die Energiewende“. Er sprach am Mittwoch vor dem Wind-Guard-Haus an der Oldenburger Straße in Varel vor mehr als 100 Beschäftigten der Unternehmen Innovent, Deutsche Wind-Guard, Jade-Wind und Jade-Concept sowie Gesellschafter mehrerer Windparks, darunter Krögershamm und Ammersche Länder.

Die Bundesregierung wolle mit der Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes die Dynamik der Energiewende ausbremsen und den Zubau der Windenergie massiv beschränken. Das sei ein völlig falsches Signal. „Hier geht es konkret um unsere Arbeitsplätze. Da haben wir natürlich große Befürchtungen“, sagte nach der fünfminütigen Demonstration Gerhard Gerdes von Wind-Guard. Andreas Neumann von Jade-Concept betonte: „Wenn das Erneuerbare-Energien-Gesetz geändert wird, und die Änderungen sollen ja dramatisch sein, ist das für viele Windpark-Projekte der Todesstoß.“

In Varel könnten im schlimmsten Fall rund die Hälfte der Arbeitsplätze in der Windkraft-Branche wegfallen – bei Planungsfirmen mehr, bei manchen Dienstleistern weniger. „Wie das laufen kann, hat man ja im Solarbereich gesehen“, sagte Rainer Klosse von der Wind-Guard Certification. Es ginge aber nicht nur um Arbeitsplätze in Varel und ganz Deutschland, sondern auch um die Energiewende. „Man wird die Klimaziele mit diesem neuen EEG nicht erreichen können“, meint Klaus-Peter Martin von Jade-Wind.

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Bei der Demonstration gegen die EEG-Novelle waren auch Vertreter der Bürgerinitiative (BI) gegen den Windpark Herrenmoor in Zetel und Martin Heinze vom Naturschutzbund Nabu Varel dabei. „Wir sind nicht grundsätzlich gegen Windparks, uns geht es um die richtigen Bedingungen und die Abstände zu den Häusern“, sagte Anke Wittje von der BI. Dirk Ihmels betonte: „Wir wollen Windkraft, aber in engem Abgleich mit Naturschutz und Bürgern.“


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Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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