BOCKHORN Drei Generationen der Familie Müller hat Wilfried Steuer beruflich durchs Leben begleitet. Bei Fritz Müller absolvierte er von 1964 bis 1967 seine Tischlerlehre. Mit dessen Sohn Dierk Müller baute er die Müller Möbelwerkstätten GmbH in Bockhorn an der Urwaldstraße zu dem auf, was sie heute darstellt: „Dank seiner designorientierten qualitätsvollen Produkte ein anerkannter Nischenanbieter im deutschen Möbelmarkt.“ Und Jochen Müller, seit 2008 Geschäftsführer, setzt bis heute auf die Erfahrung des staatlich geprüften Holzbetriebstechnikers. Wilfried Steuer geht jetzt in Rente, doch er wird der Firma weiterhin beratend zur Seite stehen.

Eine gute Lehre habe Steuer genossen, viel Handarbeit in alte Eiche investiert, berichtete Dierk Müller am Donnerstag in einer Feierstunde zur Verabschiedung von Wilfried Steuer. Doch das habe ihm nicht genügt, Steuer besuchte die Technikerschule in Beckum, um sich weiterzubilden. Er kam nach Bockhorn zurück, und dann ging es in Sachen.

Müller konnte Grund von der aufgegebenen Ziegelei Lauw erwerben, eine neue Halle wurde gebaut, und in den 1970er Jahren begann der erfolgreiche Serienbau von Möbeln.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Gute Verträge mit dem „Kadewe“, dem Kaufhaus des Westens, folgten, Wilfried Steuer und sein Team waren gefragte Leute in Berlin. Das sprach sich herum, selbst in Riga wurde Dierk Müller mit dem Ausbau eines Hotels beauftragt. „Und Wilfried Steuer stand immer im Mittelpunkt des Geschehens“, berichtete der Seniorenchef. Neue Kundenkreise wurden in den 1990er Jahren gewonnen, neue Designer sorgten für Erfolge, auch, weil Steuer ihre Ideen auf gelungene Weise umsetzte (gerade erst ist die Müller Möbelwerkstätten GmbH mit einem bedeutenden Designpreis ausgezeichnet worden).

Jochen Müller fügte an: „Wilfried Steuer war immer ein Fels in der Brandung, er gab uns ein Gefühl der Sicherheit, er hat zu jeder Zeit Verantwortung übernommen.“ Ralph Janßen, Obermeister der Tischlerinnung Friesland, und Peter Brunken, stellvertretender Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Jade, waren zur Verabschiedung gekommen (und um Jens Jakoblewski für 25 Jahre Mitarbeit zu ehren, der war aber erkrankt).

Janßen: „Wir haben heute das Problem, Nachwuchsleute zu finden, die die Werte von Wilfried Steuer weitertragen – zuverlässige gute Handwerker, die ihren Beruf zu ihrem Leben machen wollen.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.