Wiefels /Kleinensiel Das Abfallwirtschaftszentrum Wiefels wird keinen Schutt aus dem Rückbau des Kernkraftwerks Kleinensiel in der Wesermarsch annehmen und in die Mülldeponie einbauen: das hat die Verbandsversammlung des Zweckverbands Abfallwirtschaftszentrum Friesland/Wittmund einstimmig beschlossen.

Wie berichtet, hat das Umweltministerium die Rückbaugenehmigung für das Atomkraftwerk Mitte Februar erteilt – der Abriss könnte sofort beginnen. Allerdings ist noch unklar, wo die in den kommenden neun Jahren zunächst erwarteten rund 50 Tonnen Bauschutt deponiert werden sollen.

Nicht radioaktiv

Bei dem Schutt handelt es sich um so genannte freigemessene Abfälle – sie sind keine radioaktiven Stoffe mehr und unterliegen dem Kreislaufwirtschaftsgesetz, dem zentralen Bundesgesetz des deutschen Abfallrechts. Der Bauschutt dürfte damit auch auf einer Deponie der Klasse II – wie die Deponie in Wiefels – entsorgt werden.

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Der Landkreis Wesermarsch hat selbst keine geeignete Deponie, der Nachbarlandkreis Ammerland hat eine Lagerung auf der Deponie Mansie bereits abgelehnt. Der Abfallzweckverband Friesland-Wittmund wurde nun zwar noch nicht gefragt, ob er den Bauschutt nehmen würde; dennoch hat die Verbandsversammlung jetzt beschlossen, die Annahme von Kraftwerks-Bauschutt grundsätzlich abzulehnen.

Deponie zu klein

„Es ist unser Ziel, die Deponie so lange wie möglich für die Bürger aus Friesland und Wittmund zur Verfügung zu stellen. Ein schonender Umgang ist Voraussetzung dafür. Allein schon aus diesem Grund würden wir einer Anfrage nicht zustimmen“, hatte im Februar bereits Geschäftsführer Lothar Arlinghaus auf Nachfrage der NWZ mitgeteilt.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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