Bei der in Niedersachsen für internationale Abfalltransporte zuständigen Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH (NGS mbH) sind noch keine Anträge für den Transport der „Beirut-Abfälle“ eingegangen. Das teilt Umweltminister Olaf Lies auf Nachfrage mit.

„Informationen darüber, dass diese Abfälle radioaktiv belastetes Material enthalten sollen, sind hier ebenfalls nicht bekannt“, so Lies. „Es ist jedoch grundsätzlich ausgeschlossen und nicht zulässig, dass im Zusammenhang mit der internationalen Abfallverbringung radioaktiv belastetes Material einer Entsorgung zugeführt wird. Radioaktiv belastetes Material darf im Rahmen abfallrechtlicher Regelungen nicht entsorgt werden, da es dem Strahlenschutzrecht unterliegt“, betont er außerdem.

„Die Bürgerinnen und Bürger können zu Recht davon ausgehen, dass die zur Entsorgung in Niedersachsen vorgesehenen gefährlichen Abfälle von der Explosion im Hafen von Beirut sämtliche vorgesehenen Prüfungen durchlaufen und nach den höchsten Standards sicher entsorgt werden“, betont Lies.

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Die SWG in Jever befürchtet, dass Uran, das im Hafen Beirut entdeckt wurde, ebenfalls über Wilhelmshaven ins Sonderabfallzwischenlager der Firma Nehlsen in Wiefels gebracht werden soll. Allerdings arbeitet die Firma Nehlsen nicht mit radioaktivem Material, und in Wiefels schon gar nicht.

Das wird in Wiefels bearbeitet:

Radioaktive Abfälle sind per Genehmigung im Sonderabfall-Zwischenlager der Nehlsen AWG & Co. KG in Wiefels grundsätzlich ausgeschlossen, betont Nehlsen-Sprecherin Theresa Roller: „Die in Beirut vorgefundenen radioaktiven Materialien haben definitiv in keiner Weise etwas mit unserem Auftrag und den hier in Wiefels zu erwartenden Mengen zu tun.“

Die Nehlsen AWG & Co. KG ist beauftragt, ausschließlich folgende Abfälle im Hafen Wilhelmshaven anzunehmen:
 Säuren, Laugen, Farben, Druckfarben, Nagellackentferner, Streichhölzer – ungefähr 500 Tonnen. Die Stoffe stammen aus 49 Seecontainern, die im Hafen Beirut gelagert waren. Es handelt sich um feste, aber auch flüssige Abfälle die nach dem Europäischen Abfallverzeichnis (EAV) und der deutschen Abfallverzeichnisverordnung (AVV) als „gefährliche Abfälle“ definiert werden.
 Nicht angenommen werden in Wiefels Bodenmaterial und radioaktive Stoffe.

Melanie Hanz Redakteurin / Gesamtleitung Friesland
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