Wiefels Im Abfallwirtschaftszentrum Wiefels soll verstärkt Strom produziert werden. Das berichtete Geschäftsführer Lothar Arlinghaus bei der Verbandsversammlung des Zweckverbands Friesland-Wittmund: Für das Jahr 2021 wird wie im Vorjahr mit einer selbst produzierten Strommenge in Höhe von 13,5 Millionen KWh gerechnet. Damit kann der Gesamteigenbedarf der eigenen Anlagen in Höhe von 8,9 Mio. KWh gedeckt werden – für die biologischen Behandlungsanlagen 6,1 Mio. KWh sowie die Restanlagen 2,8 Mio. KWh.

5 Mio. KWh Einspeisung

Ein Stromfremdbezug von 400 000 KWh ist einkalkuliert. In das öffentliche Stromnetz werden 5 Mio. KWh eingespeist. Insgesamt wird über die Blockheizkraftwerke eine Strommenge in Höhe von 152 Prozent des Eigenbedarfs erzeugt.

Laut Arlinghaus produziert der Zweckverband in seinem Kompostwerk pro Jahr etwa 17 000 bis 19 000 Tonnen hochwertigen gütegesicherten Kompost. Neuere technische Möglichkeiten und Entwicklungen führten inzwischen aber zu einer größeren Effizienz bei der Verwertung des Bioabfalls und damit auch zu größerer Gasausbeute.

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Deshalb soll das Kompostwerk um weitere Komponenten zur Gaserzeugung erweitert werden. Vorgeschlagen wird die Teilstromvergärung, bei der im Winter die komplett angelieferte Menge verarbeitet wird und im Sommer eine Teilmenge. „Andere Verfahren haben einen hohen technischen Anspruch, sind in der Anschaffung und Unterhaltung teuer und ergeben eine geringere Gasausbeute“, so Arlinghaus.

In Zusammenarbeit mit dem Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie wurde besonders die Optimierung der Biogasnutzung am Standort Wiefels untersucht. Dabei zeigte sich, dass eine direkte Einspeisung in das Gasnetz der EWE aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu empfehlen sei – der Wert des selbst produzierten Stroms ist höher als die Einspeisevergütung für aufbereitetes Biogas.

Geplant ist zudem der Bau eines größeren Gasspeichers: Da es im Tages- und Wochenverlauf immer wieder zu Gasmengenspitzen kommt, ist mehr Speicher nötig, um Gas für die Blockheizkraftwerke während Wartungs- und Reparaturarbeiten zu lagern. Der bisherige Gasspeicher ist auf eine Größe von 750 Kubikmeter ausgelegt und zu klein. Geplant ist der Bau eines großen Gasspeichers mit mindestens 5000 Kubikmetern. Dem stimmte die Verbandsversammlung einstimmig zu.

CO2-Einsparung

Das gesamte Projekt würde im Jahr Einsparungen von 400 000 Tonnen CO2 erbringen, sagte Arlinghaus.

Die bisherigen Einschränkungen in Corona-Zeiten hätten sich bewährt, stellte der Verbandsgeschäftsführer außerdem fest. Inzwischen laufe der Betrieb trotz der Schließung über mehrere Wochen wieder normal, betonte er. Abgearbeitet wurden die Sanierung des Sozialbereichs Kompostwerk, die Aufstockung der Nassvergärung und die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes.

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