Wiefels Betriebe, die ihren gewerblichen Müll entsorgen wollen, fahren gern nach Wiefels. Dort sind die Gebühren vergleichsweise günstig. Doch längst nicht alles, was Firmen (oder auch Privatleute) dort an Dämmstoffen, Bauschutt, Kunststoffen oder Altholz anliefern, ist auch ein Wertstoff, sondern verursacht Kosten für das von den Landkreisen Friesland und Wittmund gemeinsam betriebene Abfallwirtschaftszentrum.

Vor allem aber: Die großen Mengen belasten die Deponie buchstäblich über Gebühr – sie füllt sich schneller. Und dadurch reduziert sich die Restlaufzeit der Deponie. „Hier muss dringend eine Anpassung vorgenommen werden“, so Verbandsgeschäftsführer Lothar Arlinghaus. „Um das Deponievolumen zu schonen, bieten die derzeitigen Gebühren keinen Anreiz.“

Bei der Versammlung des Zweckverbands im Wittmunder Kreishaus haben die Mitglieder am Montag eine entsprechende Satzungsänderung beschlossen. Die Gebühren für die Abfallentsorgung im AWZ Wiefels sollen zum 1. Januar steigen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Im Klartext: Nur die direkte Anlieferung von Abfallstoffen auf der Deponie Wiefels wird teurer; die Müllgebühren für den Privathaushalt, der seine Restmüll-, Bio- oder Altpapiertonne zur Entsorgung an die Straße rollt, ist davon überhaupt nicht betroffen. Die Müllgebühr wurde erst im vergangenen Jahr um 17 Prozent gesenkt und bleibt stabil. Auch der Sperrmüll wird in Friesland weiter kostenlos abgeholt.

Die letzte Gebührenerhöhung für die direkte Anlieferung in Wiefels ist 13 Jahre her, betonte Zweckverbandsvorsitzer Michael Ramke. Unter anderem soll mit der Preiserhöhung gesteuert werden, dass leichtes Material mit großem Volumen (z. B. Dämmstoffe) künftig teurer angenommen wird als schwereres Material, das deutlich weniger Platz auf dem Müllberg wegnimmt.

Vor allem soll in der geänderten Satzung sichergestellt werden, dass sich die gewichtsabhängigen Gebührensätze an den Marktpreisen und extremen Entsorgungskosten ori­entieren. Und dass nur Abfälle aus dem Verbandsgebiet angeliefert werden. „Wir waren viel zu lange zu billig“, so Ramke.

Dass der Bauschutt, mit dem zum Beispiel ein Auricher oder Emsländer Lkw in Wiefels vorgefahren kommt, tatsächlich aus Friesland oder Wittmund stammt, wird in aller Regel anhand der Auftragsscheine überprüft.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.