Varel Thema Nummer eins in der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention Friesland in Varel ist nach wie vor Alkoholsucht. 448 Menschen kamen 2012 in die Beratungsstelle, der Großteil wegen Problemen mit Alkohol. Das geht aus dem Jahresbericht hervor, den Einrichtungsleiter Volker Ross und seine Stellvertreterin Dorothee Breger am Freitag vorlegten. Intensiv beschäftigt hat die Mitarbeiter im vergangenen Jahr das Thema Sucht im Alter. Das spiegelte sich wider in einer hohen Zahl an Beratungen von Betroffenen sowie deren Angehörigen.

Beim Thema Sucht im Alter spiele eine Rolle, so Breger, dass nach dem Eintritt in den Ruhestand ein wichtiger Lebens-Pfeiler wegfällt. „War das Trinken vorher noch kontrolliert, kann es sich im Ruhestand zur Sucht entwickeln“, so Breger. Bei den Konsumenten illegaler Drogen überwiegt der Gebrauch von Cannabis.

Zunehmend in den Fokus gerät zudem das Problem der Spielsucht. „Es ist davon auszugehen, dass im Landkreis Friesland eine erhebliche Anzahl von Personen mit einem problematischen Glücksspielverhalten leben, die zunehmend Schwierigkeiten haben, ihre sozialen, beruflichen und familiären Werte und Verpflichtungen aufrechtzuerhalten und zu erfüllen“, heißt es im Jahresbericht.

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„Nicht selten verbringen Spielsüchtige acht bis zehn Stunden in der Spielhalle“, weiß Volker Ross. Hinzu komme bei vielen Menschen mit einer Glücksspielproblematik Alkohol- und Drogenmissbrauch. Wichtig sei bei diesem Thema auch die Prävention, zumal es vorkomme, dass auch Jugendlichen unter 18 Jahren Zutritt zu Spielhallen gewährt werde, so Ross.

Breiten Raum nimmt die Suchtprävention in Schulen ein. In diesem Jahr wird sich die Suchtberatungsstelle intensiver mit den so genannten „Legal Highs“ befassen, vermeintlich legale Rauschmittel wie Räuchermischungen und Badesalze. Diese häufig über das Internet bezogenen Substanzen werden wegen ihrer berauschenden oder anregenden Wirkung eingenommen.

Traute Börjes-Meinardus Redakteurin / Redaktion Varel
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