Varel /Spohle Der weitaus größte Teil der Milchbauern im Einzugsgebiet des Milchkontrollvereins Dringenburg ist im Verein auch organisiert. Ihre Zahl ging allerdings auch 2016 weiter zurück, erklärte Oberleistungsprüfer Ewald Cramer im Vorfeld der Jahreshauptversammlung im „Spohler Krug“: Im Vergleich zum Vorjahr sank ihre Zahl um acht auf nun 156 Mitgliedsbetriebe. Cramer machte dabei deutlich, dass diejenigen Betriebe, die der Milchkontrollverein als Mitglieder verliere, Betriebe seien, die aufgegeben hätten. Ein Grund sei auch der Milchpreis, der etwa im vergangenen Sommer noch bei lediglich 21 Cent pro Kilo Milch gelegen hatte. Mittlerweile sei er wieder auf aktuell 34 Cent gestiegen, sagte Cramer.

Kontrollergebnisse stellen Oberleistungsprüfer zufrieden

Wieder zufrieden mit den Milchkontrollergebnissen des Kontrolljahres 2015/16 in den derzeit 156 Mitgliedsbetrieben war Oberleistungsprüfer Ewald Cramer.

Die Nase vorn hatte im Kontrolljahr die Wemken Milch GbR aus Wemkendorf mit der Kuh „Alke 267“ – mit einer Laktationsleistung von insgesamt 16 289 Kilo Milch und 548 Eiweißkilo.

Platz 1 bei den 1. Laktationsleistungen belegt die Kuh „Karina 364“ von Susanne Stahmer aus Nethen mit 13 480 Kilo Milch und 433 Eiweißkilo.

Die höchste Lebensleistung erbrachte die Kuh „25“ der Eckh. und G. Cordes GbR, Hohenberge.

Die höchsten Herdendurchschnitte nach Bestandsgröße:

20 bis 39 Kühe: Ralf Küpker aus Aschhausen (10 569 Kilo Milch/368 Eiweißkilo).

40 bis 59 Kühe: Thomas Rothe aus Wiefelstede (9625 Kilo Milch/334 Eiweißkilo).

60 bis 79 Kühe: Susanne Stahmer aus Nethen (11 377 Kilo Milch/392 Eiweißkilo).

80 bis 99 Kühe: Hans-Georg Eiting, Lehe (10 286 Kilo Milch/352 Eiweißkilo).

100 bis 149 Kühe: Dirk Bollmann aus Hollen (10 722 Kilo Milch/364 Eiweißkilo).

Mehr als 150 Kühe: Torben Gerdes aus Jaderberg (11 031 Kilo Milch/372 Eiweißkilo).

Der Trend, dass immer weniger Betriebe immer mehr Kühe haben, setzte sich auch im vergangenen Jahr fort, sagte Cramer. Insgesamt gibt es in den verbliebenen Mitgliedsbetrieben 16 386 Kühe, 512 mehr als im Vorjahr. Auch die durchschnittliche Zahl Kühe pro Betrieb stieg an – von 96,8 auf nun 105. Vor 124 Mitgliedern stellte Cramer in Spohle auch die Milchkontrollergebnisse des Kontrolljahres 2015/16 vor (siehe Infokasten).

Elfmal jährlich lassen auch die Mitgliedsbetriebe des Milchkontrollvereins Dringenburg die Milch ihrer Kühe freiwillig im Milchlabor Weser-Ems in Leer untersuchen. Für Cramer ist die Untersuchung nicht zuletzt auch ein Gesundheitscheck für die Tiere, da sich bei der Kontrolle auch Krankheiten oder Faktoren für eine mögliche eingeschränkte Leistung ablesen lassen. Grundsätzlich dienten Milchkontrollvereine dazu, anhand der auf freiwilliger Basis genommenen Proben die Haltung, Pflege und Fütterung des Milchviehs zu optimieren – und damit letztlich auch den Marktwert der Tiere und ihrer Nachkommen zu steigern. Seit zwei Jahren haben Milchbauern auch die Möglichkeit, im Labor in Leer per Milchprobe Trächtigskeitsdiagnosen erstellen zu lassen, ab dem 28. Tag nach der Besamung, wie Labor-Geschäftsführer Dr. Ernst Bohlsen erklärte. Rund 12 000 Diagnosen im Bereich Weser-Ems habe das Labor in 2016 gestellt.

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Den Milchkontrollverein Dringenburg gibt es seit 1995. Er ist ein Zusammenschluss der bis dahin eigenständigen vereine Jaderberg, Wiefelstede und Altjührden.

Gesine Wenke, Jaderaußendeich, wurde in Spohle neu in den Vorstand gewählt.

Zum Abschluss der Versammlung referierte Conny Derboven vom Rinderzuchtbetrieb Hof Bünkemühle über das Thema „Landwirtschaft zwischen Politik und Gesellschaft“.

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