Varel Heißer Dampf stieg am Dienstagvormittag in der Kleinen Straße in den Vareler Fußgängerzone auf. Grund: Zwei Mitarbeiter der LHID, einer Firma zur Extremschmutzbeseitigung aus Selm in der Nähe von Dortmund, führten Jörg Kreikenbohm und Uwe Heinzelmann vom Fachbereich Planen und Bauen der Stadt Varel eine Spezialmaschine vor, mit der in Zukunft der Schmutz und die vielen Kaugummis auf dem Pflaster der Innenstadt entfernt werden könnten.

„Es ist ein Testlauf, um zu sehen, was so eine Maschine leistet und wie das Ergebnis aussieht“, berichtete der Leiter des Fachbereiches, Jörg Kreikenbohm. In der nächsten Ausschusssitzung wolle er den Mitgliedern Vor- und Nachteile einer sogenannten Kaugummi-Entfernungsmaschine vorstellen. Im Vorfeld habe man schon die kostengünstigere Variante mit einem Hochdruckdampfreiniger ausprobiert, „auch diese Ergebnisse werden wir präsentieren“, so Kreikenbohm.

Hintergrund sind die vielen Verschmutzungen insbesondere durch Kaugummis auf dem Pflaster in der Innenstadt. Vor knapp zwei Jahren hatte die Stadt die Fußgängerzone für viel Geld neu pflastern lassen, doch die Probleme mehrten sich in der Folge – in erster Linie durch festklebende Kaugummis.

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Noch verfügt die Stadt über keine Reinigungsmaschine und will nun prüfen, ob sich der kostenintensive Kauf dieser Spezialmaschine lohnt, die man dann mit eigenem Personal bedienen würde, oder ob man lieber auf Dienstleister zurückgreifen möchte. Die Kosten für so einen Dienstleister betragen allerdings mehrere tausend Euro pro Einsatz und würden sich bei wiederholtem Bestellen schnell summieren. „Das sind genau die Gedanken, mit denen wir uns intensiv beschäftigen“, sagte Kreikenbohm.

Und so beobachteten die Mitarbeiter der Stadt ganz genau, was ihnen dort präsentiert wurde. „Wir sind sowohl Dienstleister als auch Verkäufer dieser Maschinen“, sagte Thorsten Loose von der LHID, während sein Kollege Heinrich Krahn den Asphalt in der Kleinen Straße nach und nach vom Schmutz befreite. Die Spezialmaschine bestehe aus zwei Komponenten, zum einen dem Heißdampferzeuger, der bis zu 110 Grad erreicht, zum anderen aus der Schrubbmaschine, die mit ihren Stahlbürsten die Straßen säubert. „Sie entfernt Kaugummis, reinigt gleichzeitig aber auch großflächig“, erklärte Loose. Kosten des Gerätes, mit dem zum Beispiel der Jungfernstieg in Hamburg gesäubert wird: 30 000 Euro.

„Sie macht natürlich einen guten Job, arbeitet aber auch sehr zeitaufwendig“, stellte Jörg Kreikenbohm kritisch fest. Für 3000 bis 4000 Quadratmeter brauche das Gerät drei bis vier Wochen, ordnete Thorsten Loose ein.

Letztlich müsse der Fachbereich sich entscheiden, ob man so eine Maschine, die zumeist in Großstädten, Einkaufshäusern oder Gewerbeflächen eingesetzt werde, für notwendig hält. Eines konnten die Passanten, die sich das Treiben in der Kleinen Straße interessiert anguckten, zumindest feststellen: Auf den heißen Dampf folgte durchweg sauberer Asphalt.


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Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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