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Horsten Unter der Überschrift „Ärzte bewerben sich in Horsten“ berichtete die NWZ  zuletzt über den Medizinermangel in der zweitgrößten Ortschaft der Gemeinde Friedeburg. Nun hat die NWZ  nachgefragt, was die Gemeinde tun will, um den Ort wieder attraktiver zu machen.

„Um Horsten auch für die Zukunft lebensfähig und attraktiv zu gestalten, hat Ortsvorsteher Walter Johansen die Idee entwickelt, ein Entwicklungskonzept für die Ortschaft Horsten zu erarbeiten“, berichtet Nils Janßen, Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung der Gemeinde. Gemeinsam mit Bürgermeister Helfried Goetz, den Horster Ratsmitgliedern und den Bürgern möchte Walter Johansen viele Themen anpacken, um den Wünschen der Horster und deren Ansprüchen an einen lebenswerten Ort gerecht zu werden.

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Kulturzentrum

Schon lange ist der Horster Bürgerverein auf der Suche nach einer Begegnungsstätte für Kommunikation, Kunst und Kultur. Von der Gemeinde angedacht war, dem Bürgerverein die Räumlichkeiten des ehemaligen Packhauses in der Kirchstraße zur Verfügung zu stellen. Leider ist dieses Haus durch einen Brand so stark beschädigt worden, dass es abgerissen werden musste. Als neue Unterkunft ist dem Bürgerverein das ehemalige Küsterhaus zur Verfügung gestellt worden.

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Hausarzt

Ebenfalls ein wichtiges Thema ist die fehlende hausärztliche Versorgung in Horsten. Auf ein Inserat im Deutschen Ärzteblatt haben sich einige Interessenten bei der Gemeinde Friedeburg gemeldet. Einer von ihnen hat sich bereits beim Neujahrsempfang der Kirchengemeinde und des Bürgervereins in Horsten vorgestellt. Mit ihm führt die Gemeinde derzeit konkrete Gespräche. Es müssen auch noch neue Praxisräume geschaffen werden. Bürgermeister Goetz ist zuversichtlich, dass in absehbarer Zeit wieder eine Arztpraxis in Horsten öffnet.

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Lebensmittelmarkt

Nicht ganz so viel Hoffnung kann er bei der Lebensmittelversorgung machen. Schon seit Jahren hat Horsten keinen Lebensmittelmarkt mehr. Die Einzugsbereiche der Supermarktketten werden immer größer gezogen, so dass es immer schwieriger werde, einen filialgeführten Markt nach Horsten zu bekommen. Es könne nur über einen selbstständig geführten Markt, ein Genossenschaftsmodell oder ein soziales Kaufhaus eine Lösung gefunden werden.

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Wohnraum

Für die Gemeinde wird es immer schwieriger, landwirtschaftliche Flächen auf Vorrat zu kaufen, die später in Wohnbauland umgewandelt werden können. Der Eigenbedarf der Landwirte an ihren Flächen hat stark zugenommen. Es gelte daher, nach den Zielen der Raumordnung und Landesplanung die Wohnbebauung allgemein zu verdichten und nach baureifen Flächen und Baulücken in Horsten Ausschau zu halten.

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Betreutes WOhnen

Da auch viele ältere Horster ihren Lebensabend gerne in ihrem Heimatort sorgenfrei verbringen möchten, müssten auch dafür die notwendigen infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen werden. „Insofern ist auch über mögliche betreute Wohnformen in der Ortschaft nachzudenken, damit Horsten für junge und ältere Menschen attraktiv bleibt“, teilt Janßen mit.

„In der Arbeitsgruppe wird an diesen Themen sehr intensiv gearbeitet“, sagt Janßen.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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