NEUSTADTGöDENS „Neustadtgödens ist ein ganz besonderer Ort“, schwärmt Denkmalpfleger Hermann Schiefer. Die Summe an historischen Häusern lege hier einen Schwerpunkt der Sanierung im Landkreis Friesland. Doch was das Herz des Denkmalpflegers höher schlagen lässt, macht nicht allen Eigentümern dieser Häuser Freude. Ein deutlicher Knackpunkt sind die hohen Sanierungskosten für diese alten Gebäude. Hier greift aber jetzt das Städtebauprogramm Denkmalschutz den Eigentümern mächtig unter die Arme. Die ersten Maßnahmen sind bereits erfolgreich angelaufen.

Heinrich Kickler zum Beispiel gehört das Haus an der Brückstraße 27. Schon lange ist er sich bewusst, dass sein Haus einen großen historischen Wert hat. Deshalb hat er auch schon vor langer Zeit mit kleinen Schmuckdetails begonnen, diese Bedeutung zu unterstreichen. Vor drei Jahren hat er dann gemeinsam mit Schwiegersohn Karl-Edzard Heeren, der mit seiner Familie in dem Haus lebt, den Giebel nach den Vorgaben des Denkmalschutzes saniert – damals noch aus eigener Tasche. Heute freut es ihn umso mehr, dass die Sanierung des Dachs durch das Programm Städtebauförderung Denkmalschutz bezuschusst wird.

Bis zu 50 000 Euro Zuschuss

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Weil Kickler ein Haus mit Denkmaleigenschaften hat, hat er Glück: Er kann mit einem hohen Zuschuss rechnen. Investieren muss er rund 30 000 Euro. Je nach eigenen Einkommensverhältnissen kann es dann bis zu 50 Prozent Zuschuss geben. Allerdings wurde die maximale Zuschusshöhe auf 50 000 Euro festgelegt. Kickler kam das Programm gerade gelegen. Er hatte schon länger mit dem Gedanken an ein neues Dach gespielt, und zwar nach Denkmalschutzrichtlinien: „Holzwindfedern und rote Pfannen, damit habe ich schon lange geliebäugelt“, sagt er. Und nun bekomme das Dach auch endlich eine vernünftige Dämmung.

Gemeinde Sande hilft auch

Sein Nachbar, Horst Janßen macht es ihm übrigens nach. Er hatte vor rund 20 Jahren schon einmal 250 000 Mark in die Sanierung seines 1721 erbauten Hauses gesteckt. Damals hatte er die Summe allein stemmen müssen, jetzt freut er sich über den Zuschuss vom Land. Auch die Gemeinde Sande muss sich hier beteiligen, ein Drittel des Zuschusses kommt von dort.

Nach Angaben von An­dreas Bodeit vom Sanierungsträger BauBeCon ist das Programm, mit dem sowohl private als auch öffentliche Maßnahmen gefördert werden, gut angelaufen. Fünf Verträge sind bereits unterschrieben und zum Teil schon ausgeführt, drei weitere demnächst unterschriftsreif und es gebe etliche weitere Interessenten.

Informationen zum Programm Städtebaulicher Denkmalschutz gibt es bei der Gemeinde Sande.

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