CäCILIENGRODEN Nach historischem Vorbild mit frisch geschärften Sensen arbeiteten am Mittwochmorgen Erwin Kreutzburg und Egon Eims von der Siedlergemeinschaft Sande auf einem Kornfeld direkt hinter dem Deich bei Cäciliengroden. Sie schnitten Ähren, die von Hinrich Onnen, Rainer Galli, Dietmar Röskamm und Christian Kreutzburg zusammengetragen wurden. Später soll daraus die Erntekrone für Sande gebunden werden.

Mit der Sense umzugehen, haben Erwin Kreutzburg und Egon Eims bereits als Kinder gelernt. „Mein Vater hat mir die Hand geführt“, erzählte Kreutzburg. Gestern machte er es mit seinem 15-jährigen Enkel genauso. Egon Eims hatte Anleitung von Verwandten, sein Vater kam aus dem Krieg nicht zurück. „Mir wurde immer gesagt, ich müsse ausholen, dann innehalten und genau überlegen, wohin der Schnitt gehen soll. Erst dann darf der Schwung folgen“, berichtete er.

Früher, als er noch in der Lehre war, hatte er jeden Tag nach der Arbeit den Auftrag, einen Sack Gras für die vielen Kaninchen der Familie zu schneiden. Mit der Sense sei er dann am Deich entlanggelaufen oder habe an Böschungen nach dem begehrten Grünfutter gesucht.

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Die Siedlergemeinschaft organisiert jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein das Binden der Erntekrone. Das Schneiden der Ähren ist allerdings Sache des „harten Kerns“ der Siedlergemeinschaft.

Die Männer freuten sich, dass Landwirt Heiko Hobbie ihnen wieder ein Stück Land überlassen hatte, auf dem sie Korn ernten konnten. Das war allerdings nicht so einfach: Durch den Regen der vergangenen Tage hatten sich viele Halme platt auf den Boden gelegt. So war es nicht leicht, sie mit der Sense zu schneiden.

Die Ähren wurden zu Garben gebunden, nun hängen sie an einem luftigen Ort zum Trocknen. Erst am 30. September wird die Erntekrone gebunden und anschließend in die St. Magnus-Kirche, später ins Rathaus gebracht.

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