Neuenburg Zu ihrer jährlichen Bezirksversammlung trafen sich am Montag die Mitglieder des Landvolkverbands der Friesischen Wehde aus dem Bezirk Ammerland im Neuenburger Hof. Zu den Gesprächsthemen gehörten Berichte aus dem Verbandsgeschehen, die Landwirte betreffenden aktuellen politischen Ereignisse und natürlich die Marktlage.

Preise gedrückt

„2015 war bei uns ein gutes Jahr für die Landwirte, von der Einsaat bis zur Ernte hat das Wetter in unserer Region mitgespielt und alles hat wunderbar geklappt“, freute sich Vorstandsmitglied Hartmut Kaempfe und bedauerte aber, dass „politische Entscheidungen die tägliche Arbeit erschweren und Handelsketten die Preise drücken“. Der Geschäftsführer des Ammerländer Landvolkverbands Thorsten Cordes brachte es auf den Punkt: „Immer, wenn die Politik in die Märkte eingegriffen hat, war es zu spät oder ein Griff ins Klo.”

Der Vorsitzende des Ammerländer Landvolkverbands Manfred Gerken sagte: „Aber mit unserer Großdemo in Hannover haben wir ein deutliches Signal gesetzt: So geht es nicht.“ Er kündigte an: „Wenn sich nichts tut, folgt die nächste Demo.“

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Gut angelaufen sei die freiwillige Tierwohl-Aktion der Landwirte, aber unverständlich sei ihnen, dass der Rügenwalder-Chef Christian Rauffus jetzt in Berlin einen Preis bekommen hat. Denn er habe sich „vehement gewehrt, bei dieser Aktion mitzumachen“.

Schlechte Aussichten

Stark kritisiert wurde die aktuelle Diskussion zur Krebsgefahr von Fleischerzeugnissen. „Diese sogenannten Fakten haben keinen wissenschaftlichen Hintergrund, die beruhen nur auf Befragungen Einzelner“, sagte ein Teilnehmer der Versammlung. Bei den sinkenden Milchpreisen sei von Angebotsseite keine Bremse sichtbar, die Marktaussichten seien daher nicht rosig. „Damit müssen wir wohl klarkommen“, meinte Kaempfe.

Der Vorsitzende des Ammerländer Landvolkverbands Manfred Gerken ging auf weitere Punkte ein: Gut von der Bevölkerung werden die Tage der offenen Höfe angenommen, viele interessieren sich für die Landwirtschaft. Gut angelaufen sei auch die Aktion „Wildretter“, die zusammen mit der Jägerschaft im Feld nistendes Jungwild vor einem Tod während der Mahd schützen will. Dabei werden kostengünstige Schallgeber am Mähwerk befestigt und die Tiere durch Geräusche verscheucht.

Viele weitere landwirtschaftliche Themen, unter anderem die immer komplizierter werdenden Dokumentationsauflagen, die geplanten Neuregelungen der Düngeverordnung und des Emissionsschutzes, wurden angesprochen. Als Gäste von der Landwirtschaftskammer, Bezirksstelle Oldenburg-Nord, nahmen Renko Eilts und Hajo Rothe an der Veranstaltung teil.

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