VAREL „Können Sie sich vorstellen, dass das ein Auto wird?“, fragt Talea Rimkus das Ehepaar, als sie die Fotos von der Restaurierung des Mercedes Benz 170 DA Cabrio durchblättert. Ein wenig wie in einem Daumenkino sieht das Ehepaar, wie aus einer Rostlaube ein Schmuckstück geworden ist. Talea Rimkus (Jever) hat jeden Arbeitsschritt ihres Mannes Horst fotografiert. „Anderthalb Jahre hat mein Mann an dem Wagen gearbeitet und bis auf die Polsterung und die Lackierung alles selber restauriert.“

Den grünen Mercedes von 1951 konnten die Besucher des Oldtimertreffens im Vareler Hafen am Wochenende ebenso bestaunen wie rund 300 weitere Autos, Trecker, Motorräder und Mopeds. Darunter waren auch Youngtimer, also Fahrzeuge zwischen 20 und 30 Jahre alt und damit auf dem Weg zum Oldtimer.

Erinnerung an Kindheit

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In drei Jahren darf Ralf Brauser aus Rastede seinen Ford Escort von 1985 als Oldtimer bezeichnen. „Einen Oldtimer besitze ich auch, einen Peugeot 404 von 1965“ erzählt der 52-Jährige, als er gerade ein Benzingespräch mit Kai Fastje aus Varel führt. Der 48-Jährige fährt seit zwei Jahren einen Opel Olympia Rekord von 1960. Und selbstverständlich hat auch er eine Geschichte zu seinem Auto zu erzählen. „Mein Großvater fuhr früher so einen Opel, und mein Vater hat ihn später übernommen. Das ist das erste Auto, an das ich mich erinnern kann.“ In den vergangenen Jahren habe er immer mal wieder Ausschau nach so einem Opel gehalten. Als er vor zwei Jahren diesen Opel Olympia auf dem Bockhorner Oldtimermarkt entdeckte, kaufte er ihn. „Der Wagen war restauriert. Kleinigkeiten wie neue Seitenspiegel, Hutablage und den Lack aufbessern habe ich selber gemacht“, erklärt Fastje.

Sein Opel ist viele Jahre in Schweden gelaufen. So erging es übrigens auch dem Peugeot von Ralf Brauser. „In Schweden wird weniger Salz gestreut, deshalb haben die Autos dort früher länger überlebt als hier“, sagt Fastje. Brausers Argument ist die Luxussteuer auf Autos in Schweden. „Die Autos wurden besser gepflegt, weil sie länger halten mussten.“

Wer am Sonnabend oder Sonntag auf der Straße „Am Kohlhof“ im Vareler Hafen schlenderte, konnte so viele verschiedene Oldtimer fotografieren, dass sich so manches Kartenquartett daraus kreieren ließe.

Fahrzeug mit drei Rädern

Zu sehen gab es unter anderem NSU Prinz, VW Porsche, VW Käfer, MG, Renault Caravelle, Opel Admiral, Mercedes 300 SL, Ford T, Morgan Treewheeler, Borgward Isabella Pickup, Kleinschnittger, VW K70, Opel Rekord, DKW oder auch den Messerschnitt Kabinenroller von Hans-Werner Neumann aus Schortens. Vor 35 Jahren tauschte er ihn gegen einen anderen Oldtimer. „27 Jahre lang bin ich den Kabinenroller nur gefahren – am Feierabend oder Wochenende, vor acht Jahren habe ich in schließlich restauriert“, berichtet der 58-Jährige und erklärt, dass das Fahrzeug schon speziell sei. So sei das Fahrverhalten wegen der drei Räder gewöhnungsbedürftig.

Für das Oldtimertreffen im Vareler Hafen hat nicht nur Hans-Werner Neumann viel Lob parat. Der Vorsitzende der Oldtimer-Interessengemeinschaft Varel, Wilhelm Papen, hat nach eigenem Bekunden allerlei positive Rückmeldungen erhalten. „Sowohl die Oldtimer-Freunde als auch die Besucher sind zufrieden“, sagt er. Diesmal seien noch mehr Fahrzeuge und Besucher als im Vorjahr da. Die Oldtimer-Interessengemeinschaft will das Oldtimertreffen künftig jedes Jahr am letzten Juli-Wochenende ausrichten.

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Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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