HOOKSIEL „Schokolade – Verführung und Glück“ war Thema des Vortrags. Er handelte von Schokolade trinkenden Azteken und holländischen Erfindern.

Von Klaus Homola HOOKSIEL - „Immer, wenn ich an dem alten nostalgischen Süßwarenladen in Berlin-Schöneberg vorbeigekommen bin, wurde ich an meine Kindheit erinnert“, erzählte Wiebke Eden aus Berlin jetzt den Mitgliedern der Hooksieler Landfrauen im „Schwarzen Bären“ in Hooksiel. Die freiberufliche Journalistin und Autorin nahm die Landfrauen mit auf eine Reise durch süße Welten. Ihr Thema: „Schokolade – Verführung und Glück“.

Eines Tages – sie habe gerne einmal etwas anderes gearbeitet als in ihrem Beruf, um „einen Ausgleich zur Kopfarbeit zu haben“, erzählte Eden – bewarb sie sich in dem Laden dann um einen Job. Und den bekam sie auch.

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Sie wurde Verkäuferin von Süßigkeiten. Bald begann sie – ein erlernter Beruf ist eben immer wieder eine neue Herausforderung – der Frage nachzugehen, was denn eigentlich die Magie der Schokolade ausmacht.

Der erste Anbau von Kakaobohnen wird laut Wiebke Eden in Südamerika vermutet. Schon die Azteken mahlten die Kakaobohnen, schlugen sie zu Schaum, versetzten sie mit Gewürzen und brauten daraus ein Getränk. Edens Nachforschungen ergaben, dass diese Praxis schon 1000 Jahre vor der Entdeckung Amerikas gang und gäbe war.

Als die Spanier nach Mexiko kamen, wurden auch sie mit dem unbekannten Getränk konfrontiert, das sie bald selbst mit Genuss zu sich nahmen. In ihren Berichten beschreiben sie, dass die braune Flüssigkeit gern in den Kirchen und dort vor allem von Frauen mit Heißhunger getrunken wurde.

„Das hatte und hat seinen Sinn“, meint die Journalistin: Das Hormon Östrogen sei für den Heißhunger von Frauen auf Süßes verantwortlich. Schon bald kam der Kakao nach Europa, wurde aber zunächst nur in vornehmen und wohlhabenden Familien getrunken – wegen der horrenden Preise. Die ersten Schokoladen in Europa finden sich im 16. Jahrhundert in Spanien. In Deutschland gab es 1756 in Steinhude die erste Schokoladenfabrik.

Der Holländer van Houten erfand 1828 die Trennung der Kakaobutter vom Kakao und schuf eine cremige Schokolade. Kakaopulver konnte jetzt mit Zucker und Milch zu einer trinkbaren Flüssigkeit vermengt werden. Im Zuge der Industrialisierung wurde die Schokolade Konsumartikel für Angehörige aller Klassen.

„Je höher der Kakaoanteil in der Schokolade ist, desto mehr soll sie krebsverhindernd wirken“, berichtete Wiebke Eden. Und je höher der Anteil von Kakao ist, desto gehaltvoller sei das Aroma bis hin zu „Bitterschocki“, der Edelbitter- oder Herrenschokolade. Ganz edle Schokoladen hätten einen Anteil von 100 Prozent Kakao.

Vom Kakaoanteil nicht ganz so hochwertig waren die selbst gemachten Pralinen, die Wiebke Eden und ihre Mutter Anita Eden, Vorsitzende des Landfrauenvereins Hooksiel, sowie deren Stellvertreterin Barbara Schacht den Frauen kredenzten. „Aber die Pralinen schmecken nach mehr“, freute sich Wiebke Eden über die Resonanz.

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