Varel Der Vareler Hafen gewinnt nach Jahrzehnten des stillen Daseins als Liegeplatz für Sportboote, Heimathafen einzelner Fischkutter und als touristischer Anziehungspunkt wieder große Bedeutung für die Wirtschaft. Das Unternehmen Deharde Maschinenbau will zukünftig einen Großteil seiner fabrizierten Teile per Schiff transportieren. „Diesen strategischen Vorteil wollen wir nutzen“, sagte Deharde-Geschäftsführer Marc Brestrich während des Besuchs von Wirtschaftsminister Olaf Lies (Sande) am Montagnachmittag (die NWZ  berichtete).

So sollen unter anderem die acht mal acht Meter großen Rumpfschalen für das neue Airbus-Transportflugzeug „Beluga XL“ ab 2017 über den Vareler Hafen nach Nordenham transportiert werden.

Von dort aus gehen die Rumpfteile über Hamburg und Bordeaux (Frankreich) nach Toulouse zur Endmontage. „Dass der Vareler Hafen noch einmal so wichtig werden wird, hätte ich nicht gedacht“, sagte Olaf Lies, der zugleich auch als Minister für Häfen fungiert: „Die zukünftige Bedeutung des Vareler Hafens ist ganz spannend.“

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„Auch ich habe den Vareler Hafen eher touristisch betrachtet. Ich ziehe den Hut davor, was Sie hier geschaffen haben“, betonte Gerd-Christian Wagner. Der Vareler Bürgermeister lobte den von den beiden Geschäftsführern Holger Hoffmann und Marc Brestrich eingeleiteten Umbau des Unternehmens am Vareler Hafen von der verlängerten Werkbank des Airbus-Werks zum so genannten „Tier 1“-Zulieferer des Flugzeugbauers. Das bedeutet, dass bei Deharde mittlerweile nicht nur Flugzeugteile gebaut, sondern auch konstruiert und große Komponenten in der Umsetzung komplett übernommen werden. Man werde mittlerweile sogar in die Airbus-Zentrale ins französische Toulouse eingeladen, betonte Marc Brestrich.

„Tier 1 Supplier, das ist stark und außergewöhnlich. Somit ist das Unternehmen auch nicht mehr so leicht austauschbar. Die Austauschbarkeit steigt und fällt mit der Qualifizierung“, erklärte Lies und lobte die Qualitätsarbeit der Deharde-Mitarbeiter.

Angesichts des riesigen Wachstumsmarktes Luftfahrt sei die Auftragslage fast ein Selbstläufer, so Brestrich. „Wir erfahren auf allen politischen Ebenen, von der Stadt über den Kreis bis zum Land, sehr viel Hilfe. Es ist nicht nur Geld, sondern auch viel Unterstützung“, betonte Hoffmann.

Mit einer Gesamtinvestition von rund 17 Millionen Euro in den Ausbau des Standorts am Vareler Hafen will sich das Unternehmen fit für die Zukunft machen und mehrere hundert Arbeitsplätze sichern. „Bei der ersten Fahrt eines Beluga-Rumpfteils per Schiff aus dem Vareler Hafen bin ich dabei“, versprach Lies.

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