Kreuzung in Bad Zwischenahn nach Unfall wieder frei
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Varel In der neuen Anlage, die am Dienstag im Technologiezentrum des Aeroparks in Varel präsentiert wurde, ist kein Handschlag mehr nötig: Die 3D-Drucker, die hier Flugzeugbauteile aus Aluminium produzieren, laufen 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche, werden von einem Roboter mit Pulvernachschub versorgt, gereinigt und selbst die Qualitätskontrolle übernimmt eine Maschine. Das ist nicht nur absolute Hochtechnologie, sondern auch weltweit einzigartig. Für dieses Pilotprojekt holte Premium Aerotec zudem den 3D-Drucker-Hersteller Eos und den Automobilkonzern Daimler mit ins Boot.

Derzeit ist die Produktion von Bauteilen mit 3D-Druckern noch relativ teuer. Beispielsweise müssen die Drucker von Mitarbeitern gereinigt und mit neuem Pulver befüllt werden. Außerdem müssen die Bauteile von der Trägerplatte abgenommen werden. In dieser Zeit steht die eigentliche Produktion still. Mit der vollautomatischen Anlage ist das nicht mehr der Fall. Sie läuft durch und produziert ununterbrochen und bindet daher keine Arbeitskräfte. Ob die Fertigung auch tatsächlich so läuft, wie sie soll, kann jederzeit überall mit Hilfe eines Tablets oder Smartphones überprüft werden.

Ein weiterer Vorteil: Zwar steht im Technologiezentrum derzeit nur eine einzige automatische Produktionsstraße, prinzipiell kann die Anlage aber beliebig erweitert werden, so dass auch in erheblichen Stückzahlen produziert werden kann. Zudem können ohne große Umstände verschiedene Teile direkt hintereinander weg produziert werden.

Wie sich die Vorteile dieser Produktionsweise konkret auswirken können, erklärte Klaus Röwe von Airbus, dem Hauptkunden von Premium Aerotec. So habe man durch neues Design einzelner Bauteile bereits Gewicht und Kosten beim Airbus A320 sparen können. Zudem seien die Teile schneller verfügbar. Denkbar wäre auch, Ersatzteile direkt vor Ort beim Kunden zu drucken.

Die Anlage ist aber nicht nur für den Flugzeugbau, sondern auch für die Automobilbranche interessant, wie Uwe Renz von Mercedes AMG erklärte. Selbst gegen Ende eines Entwicklungsprozesses seien noch Änderungen an Bauteilen möglich. Bislang kommt der 3D-Druck im Automobilbau aber nur in kleinen Serien zum Einsatz. Renz hofft, dass die Kosten in Zukunft sinken werden, damit eines Tages auch in Großserie produziert werden kann.

Dr. Thomas Ehm, Vorsitzender der Geschäftsführung von Premium Aerotec, zeigte sich in einer anschließenden Diskussionsrunde auf der Bühne zuversichtlich: Er erwarte auch weitere Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz, die es schließlich ermöglichten, solche Anlagen besser zu steuern und damit effizienter zu betreiben. Für Premium Aerotec sei es „alternativlos“ bei der additiven Fertigung, wie der 3D-Druck im industriellen Stil genannt wird, am Ball zu bleiben. „Da müssen wir vorne bleiben.“

Ob es in einigen Jahren ähnlich den heutigen „Serverfarmen“ irgendwann auch ganze „Druckerfarmen“ geben werde, in denen 24 Stunden am Tag pausenlos Bauteile für alle möglichen Zwecke vom Band laufen, glaubt Ehm nicht. „Ich glaube nicht, dass es erstrebenswert ist, tausend Drucker an einem Standort zu haben. Stattdessen sollte man nah beim Kunden drucken, um schnell liefern zu können.“


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Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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