Upjever „Die Wiesen und Felder auf dem Fliegerhorst Jever haben sich in den letzten Jahren renaturiert“, sagt Thomas Eggers. Die Mähmaschine kommt dort jedes Jahr nur viermal und dann sehr gezielt zum Einsatz. „Dadurch siedeln sich seltene Pflanzen auf den Wiesen an. Das wiederum führt dazu, dass vermehrt Insekten angelockt werden“, sagt der für den Fliegerhorst zuständige Leiter des Objektmanagements des Bundeswehrdienstleistungszentrum Leer.

Eggers liebt die Natur. Das ist einer der Gründe, die ihn dazu veranlassten, noch mehr Zeit in den Erhalt der Artenvielfalt zu investieren. Mit den Mitarbeitern der landwirtschaftlichen Gruppe auf dem Fliegerhorst plante und baute er in den Wintermonaten mehrere riesige Insektenhotels.

Zwei dieser Hotels wurden in einem Areal aufgebaut, das zudem mit insektenfreundlichen altfriesischen Obstsorten bepflanzt wurde. Neben Kirschbaum, Birne, Mirabelle und Apfelbaum finden sich schwarze und rote Beerensträucher. Rhabarber, Lavendel, Rittersporn und Schmetterlingsbäume bilden ein sommerliches Blütenmeer.

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Integriert wurde ein Feuchtbiotop, das durch seine besonders feuchten oder trockeneren Zeiten Pflanzen unterschiedlichster Art aufweist. „Das ist ein natürlicher Kreislauf, der mit der Zeit von selbst entsteht“, sagt Eggers. Und es sei ein schöner Nebeneffekt, der sich im täglichen Dienstgeschäft des Objektschutzregiments der Luftwaffe „Friesland“ innerhalb der Kasernenanlage gebildet hat.

Dass sich Bereiche auf dem Fliegerhorst naturfreundlich entwickeln, liegt auch an deren Bewirtschaftung. „Dünge- und Spritzmittel werden auf dem Fliegerhorst überhaupt nicht eingesetzt – deshalb können sich neben Kräutern und Wiesenblumen Unter- und Mittelgräser entwickeln. Auf dem Fliegerhorst haben wir Wiesentypen, die es außerhalb gar nicht mehr gibt“, sagt Eggers.

Denn anders als landwirtschaftlich genutztes Grünland müssen die Fliegerhorst-Wiesen keine Kühe ernähren – deshalb werden sie auch nicht gedüngt.

Carsten Jeschull, Sachbearbeiter für Ökologie und Geländebetreuung des Bundes-wehrdienstleistungszentrums Leer bewertet regelmäßig den Bereich des Fliegerhorstes. Durch die nachhaltige Bewirtschaftung habe sich neben der Pflanzenwelt auch die Tierwelt verändert: Zu den Insekten die sich in den Wiesen entwickeln, gesellen sich Brutpaare der Feldlerche und der der Wachtel. „Unser heimische Erdorchidee ist nur noch selten zu finden. Bei uns auf dem Fliegerhorst kann sie bewundert werden. Darüber hinaus hat sich ein kleiner Baumfalke angesiedelt“, so Thomas Eggers. Er freut sich, dass Bundeswehr und Naturschutz sich so gut verbinden lassen.

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