NEUENBURG „Mein Mann ist mit Leib und Seele Kraftfahrer“, erzählt Grete Witting über ihren Ehemann Peter, der nach 31 Jahren den Betrieb Albers Logistik verlässt und in den wohlverdienten Ruhestand geht. Peter Witting ist der letzte Fahrer der Spedition, der noch vom Vorgänger Walter Kruse eingestellt wurde – mit ihm geht nun die Kruse-Ära zu Ende.

Der langjährige Mitarbeiter wurde am Sonnabend gebührend von seinem Vorgesetzten und seinen Arbeitskollegen mit einer Überraschung verabschiedet: Mit einem Konvoi aus vier bunt geschmückten Lastwagen fuhren sie bei ihrem Kollegen „Piet“ in Neuenburg vor, um ihn dort mit dröhnendem Hupen in Empfang zu nehmen.

Selbst am Steuer

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Doch obwohl Witting nun in Rente geht – eine letzte Fahrt muss dennoch sein. Somit steuerte er selbst „seinen“ Lkw zur „Altdeutschen Diele“ in Steinhausen, in der zu seinen Ehren ein Grillfest veranstaltet wurde. Dazu hatte die Firmenleitung die ganze Belegschaft eingeladen. Bereits im Juni bei – Wittings offiziellem Eintritt ins Rentenalter – gab es als Dank und Anerkennung einen Präsentkorb und eine Feier mit Sekt und Kuchen für den beliebten Fahrer. „Das war so liebevoll hergerichtet“, freut sich Grete Witting. „So sieht mein Mann, wie sehr er geschätzt wurde“. In einem Brief zu Verabschiedung beschreibt Seniorchef Klaus Albers Witting als einen Menschen, der zur Verbesserung in der Firma beigetragen hat.

Witting sieht der Rentenzeit mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgegen. Für den gelernten Klempner gehörte das Lkw-Fahren zum Leben dazu. Er war in seinem Beruf stets zufrieden, obwohl damit verbunden war, nicht an jedem Abend zu Hause einzukehren. Durch seine deutschlandweiten Fahrten war er oftmals zwei bis drei Tage unterwegs.

Ein paar Mal um die Welt

„Es war zwar schade, aber daran gewöhnt man sich“, erklärt Grete Witting. Schließlich arbeitete ihr Mann bereits seit der Hochzeit im Jahre 1967 als Fahrer von Speditionen. Am 15. Mai 1979 wechselte er dann zur Firma von Walter Kruse in Varel, die 1984 von Albers übernommen wurde. Für Peter Witting endet nun ein Lebensabschnitt, in dem er mit dem Lkw so viele Kilometer fuhr, dass er ein paar Mal die Welt hätte umrunden können. Nun hat der dreifache Vater mehr Zeit für Haus und Garten und sein Hobby Boßeln. Auch sein Hund freut sich, dass das Herrchen jetzt mehr Zeit zum Spielen hat.

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