SILLENSTEDE Was wäre Sillenstede ohne die Tannenbaumrunde: Seit 25 Jahren sorgen die Männer um Justus Conring und Jan Bölts dafür, dass im Advent ein großer Weihnachtsbaum aufgestellt wird – die Tradition hat ihren Ursprung jedoch bereits in den Jahren nach dem Weltkrieg, weiß Conring.

In den ersten Nachkriegsjahren wurde im Auftrag der damaligen Gemeinde Sillenstede auf dem einstigen Denkmalsplatz, der Verkehrsinsel in der Einmündung Sögestraße/Mühlenstraße, ein Adventskranz aufgestellt. Ab 1955, Conring war Auszubildender im Elektrohandwerk, musste er für die Beleuchtung sorgen und zu jedem Adventssonntag eine weitere Glühbirne in den Kranz einsetzen. Wenige Tage vor Weihnachten wurde der Kranz durch einen Baum ersetzt, für den Altbauer Adolf Frerichs sorgte.

Bäume werden gestiftet

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Nach der Fusion Sillenstedes mit der Gemeinde Schortens setzte Conring, der sich inzwischen als Elektromeister mit eigenem Betrieb in Sillenstede etabliert hatte, die Tradition in Eigeninitiative fort. 1986 regte er im Verein für Handwerk, Handel und Gewerbe an, gemeinsam jedes Jahr einen Baum zu setzen – die Tannenbaumrunde war gegründet.

Den Baum erhalten die Sillensteder jedes Jahr gespendet. „Wir waren schon in allen Schortenser Stadtteilen, um einen passenden Weihnachtsbaum abzuholen“, so Conring.

Seit einigen Jahren steht der Sillensteder Weihnachtsbaum vor der Gaststätte Ohmstede. Dort war die jetzt von Jan Bölts geleitete Tannenbaumrunde eifrig tätig, um zum 25-jährigen Bestehen die Ortsmitte wieder mit einem schmucken Baum zu verschönern.

Den Baum hatten die Männer nach „altem“ Brauch am Bußtag ausgewählt und gefällt. Nach getaner Arbeit gibt es für die Aktiven traditionell ein Grünkohlessen. Auch bei den Aufbauarbeiten ist für das leibliche Wohl gesorgt. Erst muss der Baum stehen, dann gibt es im „Kiebitznüst“ Kaffee und Kuchen. Dann wird die Beleuchtung des Baumes angebracht – wie seit Jahrzehnten ist Justus Conring gefordert.

Alter Baum wärmt Feier

Eine Abschlussfeier schließt sich in der ehemaligen Schmiede von Graalmann an. Für die Beheizung muss die Gruppe selbst sorgen – verfeuert wird dann der Weihnachtsbaum vom Vorjahr, bestätigte Jan Bölts: „Bei wohliger Wärme lässt es sich gut aushalten.“

Dabei wird auch über weitere Unternehmen gesprochen. Die Tannenbaumrunde beschränkt sich nicht auf das Weihnachtsbaum-Aufstellen, sondern nimmt aktiv am Geschehen in der Dorfgemeinschaft teil. Dazu gehört ein Beitrag zum „Dörpfest“ und zu anderen Anlässen.

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