Wiefels Es könnte eigentlich so schön sein: Wiefels, eines der typischen kleinen Dörfchen im Wangerland, umgeben von Grün, ein Einfamilienhäuschen reiht sich an das nächste. Doch die Bürger sind verärgert, schön finden sie das Leben im Dorf schon seit einiger Zeit nicht mehr, zumindest in Bezug auf die Verkehrssituation des Ortes. Denn der wird von der Landesstraße 808 durchtrennt – und genau die sorgt dafür, dass die Wiefelser jetzt buchstäblich auf die Straße gehen.

Flicken auf der Straßenoberfläche, Dellen, im Laufe der Jahre haben sich durch den Durchgangsverkehr tiefe Spurrillen in den Asphalt gegraben. Zwei Anwohner demonstrieren das Ausmaß der Schäden mit Brett und Zollstock. Von einer ebenen Oberfläche kann hier nicht die Rede sein – legt man ein gerades Brett auf die Straße, erkennt man eine mehrere Zentimeter tiefe Furche, die sich darunter auftut.

Am Schlimmsten ist es für die direkten Anwohner der Straße. Der Boden vibriert unter dem Verkehr, wenn Laster oder Hänger-Fahrzeuge vorbeifahren knallt es laut, wenn sie durch die Unebenheiten fahren – und das passiert häufig, rollt doch der meiste Verkehr in Richtung der Wiefelser Deponie über die L 808. Schlaf zu finden fällt da schwer.

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„Angefangen hat alles Ende der 90er Jahre, da wurde hier ein Kanal unter der Straße erneuert“, sagt Wolfram Sandmeier, Gemeinde-Ratsmitglied und einer von gut 20 Bürgern und Mitgliedern der Dorfgemeinschaft, die heute ihren Unmut kundtun wollen. „Seit der Arbeiten am Kanal sackt hier die Straße stellenweise unter dem Verkehr ab – repariert wurde in all den Jahren nichts“, so Sandmeier.

Mit dem Anliegen habe man sich auch bereits an die Gemeinde Wangerland gewandt – der sind allerdings die Hände gebunden. Die Straße fällt in den Zuständigkeitsbereich der Straßenverkehrsbehörde mit Sitz in Aurich. Laut Sandmeier sei von der Gemeinde auch versucht worden, Kontakt aufzunehmen – eine Antwort steht bis heute aus.

Für die Bürger unverständlich. „Für B 210 oder die Straßen nach dem Ortsausgang war doch auch Geld da“, sagt einer der Anwohner. Auch wenn den Wiefelsern klar ist, dass dort Gelder von Bund und Land verbaut werden – dafür, dass der Ort bei Straßensanierungen seit Jahren übergangen wird, hat hier keiner Verständnis. „Der betroffene Straßenabschnitt ist ganze 450 Meter lang, es kann doch nicht sein, dass dafür kein Geld da ist“, sind sich die Bürger einig.


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Tim Gelewski Agentur Hanz / Redaktion Jever
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