Zetel „Es gibt weit über 1000 ambulante Pflegedienste im Land, und keine 20 davon sind in kommunaler Hand“, sagte Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt. Und es sei gut und wichtig, dass es diese wenigen Sozialstationen gebe, bei denen das wirtschaftliche Ziel nicht das einzige Ziel sei. So ist es in der Gemeinde Zetel: Seit 25 Jahren hat die Gemeinde eine eigene Sozialstation, und das feierte die Gemeinde Zetel jetzt mit vielen Gästen.

Bürgermeister Heiner Lauxtermann begrüßte neben der Sozialministerin des Landes auch die Bundestagsabgeordneten Hans-Werner Kammer und Karin Evers-Meyer, außerdem die Erste Kreisrätin Silke Vogelbusch und Sandes Bürgermeister Stephan Eiklenborg. Bei der Feier dabei waren außerdem Erika Reichenbächer, die den Besuchsdienst mitgegründet hat, ebenso wie der Gemeindedirektor a.D. Hermann Pichert aus Sande. Sande war bei der Gründung der Sozialstation noch Partner der Gemeinde Zetel. Außerdem feierte Luise Fabryzek am Freitag das Jubiläum mit, sie ist eine der ersten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Besuchsdienstes, und sie ist heute noch dabei.

Vor 25 Jahren hat die Gemeinde Zetel den Besuchsdienst gegründet, mit kleiner Besetzung. Heute kümmern sich 24 Frauen und ein Mann ehrenamtlich um Menschen, die besucht werden möchten.

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Auch die Sozialstation, die die Gemeinde Zetel in Kooperation mit der Gemeinde Sande gegründet hatte, hat klein angefangen: mit fünf Mitarbeitern und 25 Kunden. Heute hat die Sozialstation, die seit zehn Jahren allein in Trägerschaft der Gemeinde Zetel läuft, 53 Mitarbeiter, die 260 Kunden versorgen und 190 Kunden mit Pflegeeinsätzen haben. Die Sozialstation ist eine Erfolgsgeschichte.

„Niemand in Politik und Verwaltung hat vor 25 Jahren erahnen können, was wir mit der Sozialstation auf den Weg bringen“, sagte Bürgermeister Lauxtermann bei der Feier in der Integrierten Gesamtschule. Er dankte ausdrücklich auch den Pflegedienstleitungen Danja Wehrmann und Tatjana Müller, „die diese Sozialstation als ihr Baby sehen“. „Viele leisten viel, aber die beiden sind schon das Gesicht unserer Sozialstation.“

So gut das Konzept auch aufgegangen ist, gibt es dennoch grundsätzliche Probleme in der Pflegebranche, die Sozialministerin Rundt ansprach: Unter anderem der Druck der Fachkräfte, „im Minutentakt“ zu arbeiten, ebenso wie die unverhältnismäßige Vergütung der Fahrzeit für Mitarbeiter von Pflegediensten im ländlichen Raum. Unter anderem deswegen liege das Land „im Klinsch mit den Pflegekassen“.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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