Bohlenbergerfeld Nicht viel größer als eine Katze, in ihrer Niedlichkeit kaum zu übertreffen und aufgeweckt wie eine Rasselbande auf einem Kinderspielplatz sind die Lämmer, die sich am Haus von Hans Bitter in Bohlenbergerfeld tummeln. Hans Bitter züchtet zusammen mit dem pensionierten Tierarzt Dr. Jürgen Benner Schafe zur Fleischproduktion. Sie können sich in diesem Jahr über überraschend viel Nachwuchs freuen: Es hat schon fünf Drillingsgeburten und vier Vierlingsgeburten gegeben. „Das ist außergewöhnlich, so etwas hatten wir noch nie“, sagt Jürgen Benner.

Solche Mehrlingsgeburten stellen die Züchter vor Herausforderungen: Weil ein Mutterschaf nur zwei Zitzen hat, ist der Konkurrenzkampf der Lämmer um die Milchquelle groß. Deswegen werden die Lämmer mit der Flasche zugefüttert. Mit drei bis vier Wochen werden bei Vierlingen zwei von ihnen von der Mutter abgesetzt und nur noch mit der Flasche gefüttert, um die Mutterschafe zu schonen.

„Wir bekommen die Erstmilch von Kühen, weil die besonders viele Nährstoffe enthält. Kleine Mengen davon frieren wir immer ein, damit wir auf solche Situationen vorbereitet sind“, sagt Hans Bitter.

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Die Schafe sind alle gesund auf der Weide zur Welt gekommen. Hans Bitter und Dr. Jürgen Benner haben eine große Herde, die gerade am Segelflugplatz in Bohlenbergerfeld weidet. Die Mutterschafe mit den Lämmern holt sich Bitter ans Haus an der Fuhrenkampstraße, wo er sie auf seinen drei Hektar Land laufen lässt und immer im Auge hat.

Die beiden Bohlenbergerfelder züchten die Schafe nicht, um Wolle zu verkaufen, sondern zur Fleischproduktion. „Wir verkaufen zwar einige Absatzlämmer an Privatleute als Rasenmäher, aber die meisten gehen an Händler.“ Der Verkauf der Wolle decke allenfalls die Kosten für den Schafscherer.

Es handelt sich um Mischlingsschafe der Rassen Texel und Berrichon du Cher. Angefangen hatten die Züchter aber mit Romanov-Schafen, bei denen Mehrlingsgeburten nicht ungewöhnlich sind. Es könnte das Erbe dieser Tiere sein, das für den Kinderreichtum der Herde verantwortlich ist, vermutet Benner.

Die Zucht ist eines der Hobbies der Selbstversorger, Hans Bitter hat außerdem Hühner und einen Gemüsegarten, Jürgen Benner hält noch einige Milchkühe. „Wir wollen mit der Schafzucht weitermachen, bis irgendwann der Wolf in die Gegend kommt. Dann kann man das mit der artgerechten ganzjährigen Weidehaltung von Schafen vergessen“, meint Jürgen Benner.


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Sandra Binkenstein Redakteurin / Redaktion Varel
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