Zetel Die Gemeinde Zetel hat jetzt den Träger der geplanten Tagespflege-Einrichtung im Runden Moor vorgestellt. Der Arbeiter-Samariter-Bund soll die Tagespflege betreiben. Im kommenden Jahr sollen die Bagger anrollen und im Runden Moor eine Tagespflege-Einrichtung mit etwa zwanzig Plätzen bauen.

Die Tagespflege ist eine teilstationäre Einrichtung für Menschen, die an Demenz erkrankt und pflegebedürftig sind. Dort werden die Menschen tagsüber betreut: Sie werden morgens vom Fahrdienst abgeholt und in die Einrichtung gefahren.

Angehörige entlasten

Am späten Nachmittag werden sie wieder nach Hause gebracht. „Ziel der Tagespflege ist die spürbare Entlastung pflegender Angehöriger und die Vorbeugung vorzeitiger Heimunterbringung pflegebedürftiger Menschen“, erklärt Michael Bartling, Geschäftsführer des Kreisverbandes Friesland/Wilhelmshaven des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB). Zetels Bürgermeister Heiner Lauxtermann hat am Donnerstag zusammen mit den Ratsherren Heinrich Meyer, Hans Bitter, Bernd Pauluschke, Fritz Schimmelpenning, Heiner Haesihus, Walter Genske und Wilhelm Wilken den ASB als Träger vorgestellt. Gebaut werden die Gebäude vom Architekturbüro Hartmut Kapels.

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Konkret geplant ist bisher nur der erste Bauabschnitt im Runden Moor: die Tagespflege. In zwei weiteren Bauabschnitten können auf dem Gelände Wohnhäuser entstehen – wie viele Wohnungen entstehen sollen, wann sie gebaut werden sollen und zu welchem Preis die Wohnungen angeboten werden sollen, stehe noch nicht fest, sagte Bürgermeister Lauxtermann.

Drei Bauabschnitte

Die Tagespflege soll im kommenden Jahr gebaut werden. Die Einrichtung besteht aus drei Gebäuden – die sind in der Grafik rechts vom Gewässer zu sehen. Die Gebäude sollen aus Mitteln der gemeindeeigenen Ökostrom-Gesellschaft finanziert werden. Es soll nur eine Zufahrt geben: von der Fritz-Frerichs-Straße aus.

Die Wohnhäuser sind auf diesem Plan links vom Gewässer zu sehen. Die beiden Häuser werden erst in einem zweiten beziehungsweise dritten Bauabschnitt entstehen. Wann die Wohnhäuser gebaut werden, steht noch nicht fest.

Finanziert werden soll die Tagespflege-Einrichtung aus Mitteln der gemeindeeigenen Ökostrom-Gesellschaft. Über die Mieteinnahmen soll sich das Haus selbst tragen. Der ASB soll langfristiger Mieter der Räume werden.

Zuletzt hatte die Zeteler SPD-Fraktion die Idee, die Gemeinde könne die Tagespflege auch in Eigenregie betreiben (NWZ  berichtete). Die Gemeinde hatte zunächst keinen Träger für das Projekt gefunden. „Aber das wäre ein ganz neues Geschäftsfeld für uns als Gemeinde. Mit dem Arbeiter-Samariter-Bund haben wir einen Partner gefunden, der sehr viel Erfahrung im Bereich der Pflege hat“, sagte Lauxtermann beim Ortstermin am Donnerstag.

Kein Kulturdenkmal

Die Bauleitplanung für die Bebauung im Runden Moor ist beschlossen, doch das war „nicht ganz ohne Schwierigkeiten“, erinnerte Lauxtermann. Eine „Interessengemeinschaft Pingo-Ruine“ geht davon aus, dass es sich beim Runden Moor um ein Pingo handelt. Das ist eine Art Hügel, der aus einem Eiskern und dem darüber lagernden, durch eine Eislinse angehobenen Erdreich besteht. Das Landesbergamt aber kam zu dem Schluss, dass „eine Einstufung des Runden Moores als Kulturdenkmal aus geologischer Sicht derzeit nicht eindeutig möglich ist“. Erdarbeiten in dem Gebiet sollen aber archäologisch begleitet werden – das hat der Landkreis festgelegt.

Lauxtermann macht die Bedeutung des Runden Moores für die Ortsentwicklung deutlich: „Wir werden nie wieder so eine Fläche anbieten können, es ist die letzte freie Fläche im Ortskern. Und der Bedarf ist groß.“

Sandra Binkenstein Redakteurin / Redaktion Varel
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