BOCKHORN Seit 25 Jahren dreschen sie ihren Skat. Und immer haben sie sich gut verstanden.

Von Kai Hippen BOCKHORN - Ansagen, reizen, Grand mit Vieren oder mit keinem: Für den Lehrer Dietger Leupolt, den Fernmeldetechniker Werner Villbrandt, den Verwaltungsangestellten Günter Dannemann und für Reinhard Knappert, Verwaltungsleiter beim Staatstheater Oldenburg, ist ihre Skatrunde seit 25 Jahren der ideale Ausgleich zum Alltagsleben.

Das Spielen selbst, so betonen sie, ist wichtig, aber viel höher setzen sie ihre Geselligkeit an. Grundlage dieses Skat-Stammtisches war ein echtes As: Am 29. Juli 1980 wurde einem der Spieler ein Sohn geboren, gemeinsam wurde gefeiert, und daraus entstand die regelmäßige Skatrunde. Reihum treffen sich die Freunde alle vierzehn Tage, zum Beispiel in Varel oder in Steinhausen an der Bremer Straße bei Werner Villbrandt. Einhellig wird betont: „Wir haben immer unseren Spaß, wir verstehen uns sehr gut." Das zeigt sich auch darin, dass nicht gleich drauflos gedroschen wird, sondern erst mal eine gemütliche Stunde lang „Klönschnack" im Mittelpunkt steht. Aber dann werden die Karten gezückt, dann geht es zur Sache, dann wird gespielt bis Mitternacht oder länger. Denn immerhin soll auch Geld in die Skatkasse – seit 25 Jahren ein kleiner, gelber Spielzeug-Briefkasten – fließen. Und so muss am Schluss auch jeder einen „Muss-Grand“ oder einen „Muss-Ramsch“ spielen, egal, wie viele Buben in der

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Hand liegen, egal, wie viele Trümpfe im Blatt stecken: „Da kommen dann schnell die dicken Punkte zusammen", sagt Dietger Leupolt. Die Skatkasse ist wichtig, denn alle drei Jahre in den Herbstferien geht die fröhliche Runde auf Tour. So haben die vier Männer schon halb Europa bereist. Mit Trelleborg in Südschweden fing es an, dreimal waren sie in London, sie reisten nach Paris, Prag, Wien und Budapest.

Ziel der jüngsten Tour in diesem Jahr war Lissabon. Neun Tage lang wohnten die Skatspieler im selben Hotel, fast immer waren sie gemeinsam in der portugiesischen Hafenstadt unterwegs. Wie es sich gehört, gab es keinen Ärger, prächtig funktionierte die Harmonie. Wieder zu Hause, wurden auf dem Laptop erst mal die Urlaubsfotos angeschaut, Brücken, Blumen, Bahnen. Aber die Erinnerungen dauerten nicht lange, dann stand schon der kleine, gelbe Briefkasten mitten auf dem Tisch. Ansagen, Reizen, Bock, Ramsch: In drei Jahren steht die nächste Reise an, da muss Geld in die Kasse.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.