Betrifft: Windenergie in Wangerland

Auf dem Neujahrsempfang der Gemeinde Wangerland hat Bürgermeister Mühlena in seiner Rede keinen Zweifel daran gelassen, alle projektierten Windkraftanlagen bauen lassen zu wollen. (...) Bezüglich der Schutzziele u. a. von national bedeutsamen Vogelvorkommen sprach er sinngemäß von „auf die paar Vögel könne keine Rücksicht genommen werden“ und „man werde ein faires Verfahren betreiben“. Die Windenergie im Wangerland wurde von ihm als weltweit relevante Größe für den Klimawandel beschrieben, obwohl längst bekannt ist, dass diese ehrgeizigen Ziele über die Windkraft nicht erreichbar sind. Die berechtigte Forderung nach Schutz der Bürger wurde von ihm als „einzelne Egoismen“ verworfen.

Inwieweit ist die Gemeinde Wangerland nach diesen Aussagen ihres Bürgermeisters noch unabhängig genug, ein solches Verfahren (...) im Rahmen der kommunalen Möglichkeiten durchzuführen? Ist eine Gemeinde, die sich seit Jahren mit der Vermarktung von Strom und Gas beschäftigt, in der Lage, einen solchen Prozess unabhängig zu vollziehen oder ist sie der eigenen Interessenlobby verpflichtet (...)?

Ein Ratsherr hat es in der BI- Wangerland-Veranstaltung in Tettens auf den Punkt gebracht: „Wir müssen die Windkraft haben, sonst müssen wir die Steuern erhöhen.“ (...)

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Was wird aus den Schutzrechten der Bürger, der Natur und unserer Heimat? Werden diese Interessen der Energievermarktung geopfert? Die Kernaussage, alle Windparks werden gebaut, obwohl, wie schon bekannt wurde, überprüfungswürdige Bauherrngutachten und negative Stellungnahmen der Naturschutzverbände und -Behörden beim Standort Wiefels vorliegen, ist zu hinterfragen.

Hier ist der Landkreis Friesland (...) gefordert, die Abwägungsprozesse und die daran geknüpften Gutachten unter die Lupe zu nehmen. Damit steht Landrat Ambrosy in einer hohen Verpflichtung bzgl. der Gesundheit seiner Bürger und der verankerten Schutzrechte der Natur (...).

Babette Burchards und Elisabeth zu Jührden BI „lebenswertes Jever“

Betrifft: „Streit im Rat geht in nächste Runde“, NWZ  vom 14. Dezember 2015

Wie man sich auf scheinbar demokratische Weise lästige Diskussionen um Fakten und Zahlen vom Halse schafft, hat der Rat der Stadt Schortens demonstriert: Per Geschäftsordnung!

Die SPD-Fraktion hat mit einem Geschäftsordnungsantrag eine von der BfB-Fraktion beantragte Ratsdebatte über die vergleichenden Kosten Laubverbrennung v/s Erdgaswärmekessel für unser Aqua Toll mal eben vom Tisch gewischt. Mit der Stimme des Bürgermeisters.

Dabei liegt seit 19. Oktober 2015 ein Gutachten von Prof. Dr. Ing. Appel vor, das eine Jahreskostenrechnung mit rund 70 000 Euro zu Ungunsten des geplanten Biomassekessels zur Herstellung von Brennstoffpellets mathematisch fundiert ausweist.

Aber das entspricht nicht dem „main stream“.

Da spielt es keine Rolle, ob eine Kilowattstunde Biomasseenergie mit 18,9 Cent den Steuerzahler dreimal mehr kostet als 6 Cent aus dem Erdgas-Wärmekessel. Doch da müsste Politik sich ja mit Sachverstand dem Problem nähern. Das ist vielleicht schon ein bisschen viel verlangt.

Also: Geschäftsordnung her und weg ist diese unselige Angelegenheit. Der Bürger wird es schon nicht merken.

Detlev Schuth Schortens

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