Schortens Auf den ersten Blick sieht es aus, wie ein ganz normales Auto. Und doch zieht es die Blicke der Besucher magisch an. Denn unter der Haube ist nichts so, wie man es von einem „normalen“ Auto kennt. Angetrieben wird dieses Fahrzeug, ein Hyundai Nexo, von Wasserstoff. Und damit ist es ein Fahrzeug, das Null schädliche Emissionen ausstößt – und das bei rund 600 Kilometer Reichweite. Aus dem Auspuff kommt während der Fahrt nichts als reiner Wasserdampf heraus. Und jeder stellte sich die Frage: Könnte diese Technologie die Lösung für die Zukunft sein? Im Moment ist sie aber noch sehr teuer: Der Nexo kostet rund 70 000 Euro.

So funktioniert die Brennstoffzellentechnik

Wenn Wasserstoff mit Sauerstoff gemischt wird, entsteht Knallgas. Ein Funke genügt und die Gase reagieren chemisch miteinander. Dabei entsteht Wasser. Außerdem wird viel Energie als Wärme freigesetzt. Diese freiwerdende Energie kann man in Strom umwandeln. Wasserstoff hat den Vorteil, dass er als Bestandteil des Wassers reichhaltig vorhanden ist. Außerdem verbrennt Wasserstoff ohne giftige Schadstoffe. Jedoch bereitet die umweltfreundliche Herstellung des Gases Probleme, denn um es zu erzeugen, ist viel Energie nötig. Ein System das auf Wasserstoff basiert, ist der Antrieb durch eine Brennstoffzelle. Das Auto tankt statt Benzin Methanol. Dieser Stoff wird zerlegt, um reinen Wasserstoff für den weiteren Ablauf in der Brennstoffzelle zu erhalten. In der Brennstoffzelle laufen elektrochemische Prozesse ab, die Energie für den Elektromotor liefern. Bei den Reaktionen werden aber entgegengesetzt zu herkömmlichen Motoren keine Stickstoffoxide und Abgas-Partikel freigesetzt.

Über dieses Technik wollte sich die Mehrheitsgruppe des Kreistags Friesland informieren und hatte für ihre öffentliche Sitzung Paul Schneider und Tobias Moldenhauer von der EWE aus Oldenburg eingeladen. Was die beiden Ingenieure der Versammlung berichten konnten, geht weit über die nahe Zukunft hinaus.

Zurzeit gibt es im Landkreis Friesland 1789 Fahrzeuge mit alternativem Antrieb, davon fährt allerdings kein einziges mit Wasserstoff. Die nächste Tankstelle ist in Oldenburg, stellte Ulrike Schlieper (SPD) zu Anfang fest. Daher sei es wenig sinnvoll, bereits jetzt über den Kauf eines solchen Autos nachzudenken. Für die EWE ergibt es dennoch sehr viel Sinn, dieses Projekt voranzutreiben.

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Gerade im norddeutschen Raum bietet es sich an, Wasserstoff als Energiespeicher zu nutzen. Hier wird deutlich mehr Energie erzeugt als benötigt wird. Da Elektrizität erst einmal nicht gespeichert werden kann, bietet sich Wasserstoff als Speicher geradezu an. Zurzeit steigt die Menge der „Ausfallenergie“, die zwar erzeugt wird, aber nicht genutzt werden kann, von Jahr zu Jahr kräftig an. Würde man diese Energie in Wasserstoff umwandeln, wäre sie lagerbar und damit auch nutzbar.

Dafür könnten sogar Kavernen genutzt werden. Und damit ist gerade der Norden prädestiniert, diese Technologie voranzutreiben und auszubauen. Elektromobilität könne das langfristig nicht leisten, denn die Kapazität von Batterien ist begrenzt, so Moldenhauer und Schneider.

Das Problem liegt heute lediglich in der noch nicht ausreichend vorhandenen Infrastruktur. Dies lässt sich aber umbauen, so dass in der Zukunft nicht nur Mobilität mit dem Energieträger Wasserstoff möglich sein wird, sondern auch Heizungen damit betrieben werden können.

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