Schortens Die mögliche Überschreitung der so genannte Grundflächenzahl hat das Bauvorhaben „Wohnresidenz am Rathaus“ auf der ehemaligen Fläche des Grön Winkel neben dem Rathaus in Heidmühle ins Stocken gebracht. Der Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt sowie der direkt im Anschluss tagende Verwaltungsausschuss lehnten den Antrag des Planers ab, der um Befreiung von Festsetzungen des Bebauungsplans gebeten hatte.

Konkret geht es um die Überschreitung der Grundflächenzahl. Diese Zahl gibt den Flächenanteil eines Baugrundstücks an, der überhaupt überbaut werden darf. Das Areal am Grön Winkel ist rund 3000 Quadratmeter groß, bei einer Grundflächenzahl von 0,68 dürften also 68 Prozent der Fläche überbaut werden – gut 2000 Quadratmeter also. Tatsächlich werden laut Architekt Frank Schumacher aber nur 1300 Quadratmeter mit der Wohnresidenz überbaut. Knack- und Streitpunkt ist in diesem Fall die große Tiefgarage. Denn auch die – obwohl sie oberhalb begrünt werden soll – versiegelt natürlich ebenfalls Flächen und erhöht den Anteil der überbauten Fläche entsprechend. In welchem Maß das anzurechnen ist, darüber haben der Architekt und Planer und die Politik in Schortens unterschiedliche Auffassungen. Die Politik rechnet die Tiefgarage in vollen Umfang als überbaute Fläche an und will von den Festsetzungen nicht abrücken.

Schumacher will nach all den Planungen und schon erfolgten Investitionen in das Projekt – inklusive des bereits erfolgten Abrisses der Brandruine von Grön Winkel – nicht aufgeben. Er ist am Donnerstag nochmals bei den zuständigen Stellen beim Landkreis vorstellig geworden. Von dort kam ein positives Signal: Die Projektbesprechung beim Landkreis habe einen positiven Ausgang erzielt, teilte Schumacher am Tag nach der Ausschusssitzung mit. Das würde bedeuten, dass das Projekt „Wohnresidenzen am Rathausviertel“ ohne Befreiungsanträge der Stadt Schortens realisiert werden kann. Voraussetzung sei allerdings Nacharbeit des Architekten im Bereich der Außenanlagen.

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Für die Anlage, in der 50 Ei­gentumswohnungen entstehen sollen, gibt es laut Schumacher bereits mehr als 50 Anfragen von Interessenten

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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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