Schortens Die Luca-App ist die zurzeit am häufigsten heruntergeladene App für das Smartphone: Die App soll die Kontaktverfolgung für die Gesundheitsämter vereinfachen und sie gilt vielen als wichtiger Baustein, um wieder mehr Lockerungen der Corona-Regeln zu ermöglichen – etwa beim Einkaufen oder hoffentlich sehr bald auch wieder bei Restaurant-Besuchen oder bei Veranstaltungen. Die Luca-App kommt in immer mehr Regionen und Kommunen zum Einsatz.

Wie geht das mit der Luca-App?

Die Luca-App gibt es kostenlos zum Download und fragt den Nutzer nach Namen und Handynummer und erstellt daraus wechselnde QR-Codes auf dem Smartphone. Dieser wird bei Besuchen in Geschäften, Behörden, Banken oder Gastronomie-Besuch eingescannt. Das schriftliche Eintragen in Gästelisten und die Zettelwirtschaft entfallen.

Verlässt man den Ort wieder, wird man automatisch ausgecheckt, wenn man ei­nen vordefinierten Radius verlässt. Auch private Orte – etwa das eigene Wohnhaus – kann man „luca-lisieren“: Nutzer können selbst QR-Codes in der App erstellen und anschließend mit teilnehmenden Familienmitgliedern oder Freunden verknüpfen.

Tritt ein Infektionsfall ein, werden alle Gäste der Lokalität informiert, die sich zur betreffenden Uhrzeit dort aufgehalten haben. Parallel werden die Gesundheitsämter informiert, die dann au­tomatisch Zugriff auf die Daten der anderen Besucher haben. Zusätzlich bietet die App ein Kontakttagebuch für die letzten 30 Tage an.

Auch die Stadt Schortens nutzt ab sofort die neue App: „Wir werden sämtliche städtische Einrichtungen einbinden und wollen die App auch beim Einzelhandel noch bekannter machen“, so Elke Idel von der Schortenser Stadtverwaltung.

Gutes Hilfsmittel

Auch der Schortenser Verein für Tourismus, Gewerbe und Marketing (TGM) promotet die Verbreitung bei seinen Mitgliedern und den Bürgern: „Wir wollen und müssen die Inzidenzzahl im Landkreis Friesland senken“, so TGM-Vorsitzender Thomas Bruns. Dafür sei die Luca-App ein ausgezeichnetes Hilfsmittel, weil sie im Falle einer Infektion die verschlüsselte Nachverfolgung der Kontakte vereinfacht. „Ich appelliere an all un­sere Einzelhändler, sich auch den QR-Code herunterzuladen und den Kunden zur Verfügung zu stellen“, so Bruns.

Einwilligung und Werberichtlinie

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„Bei ei­nem positiven Corona-Testergebnis kann somit schneller und effektiver der betroffene Personenkreis ermittelt werden“, sagt Heide Schröder-Ward vom Schortenser Stadtmarketing. Die Stadt Schortens informiert auf ihrer Homepage ausführlich über die App und die teilnehmenden Geschäfte und Einrichtungen.

Neben der Registrierung per Smartphone können auch Bürger, die kein Smartphone besitzen, die Luca-App nutzen. Dabei hilft ein Schlüsselanhänger, auf dem ein QR-Code angebracht ist. 3000 solcher Schlüsselanhänger werden in etwa drei Wochen in einer gemeinsamen Aktion von Stadtmarketing und TGM kostenlos zur Verfügung gestellt und können dann bei der Tourist-Info am Bahnhof, im Rathaus und anderen öffentlichen Einrichtungen abgeholt werden. Ohne einmalige Registrierung im Internet und in dem Fall dann mit einer Festnetz-Nummer geht es aber bei der Luca-App als Schlüsselanhänger nicht. „Da setzen wir auf die Kinder oder Enkelkinder oder Freunde und Nachbarn, die den Eltern oder Großeltern dabei technische Unterstützung leisten“, sagt Thomas Bruns.

Plakate im Schaufenster

Die Stadt hat leuchtend rote Plakate gedruckt, die in die Fenster der Geschäfte und öffentlichen Einrichtungen gehängt werden. In der Mitte klebt der Ladenbesitzer den von Luca generierten QR-Code für sein Geschäft – wegen der Reflexionen am besten nicht mit Klebestreifen, sondern mit dem Prittstift – der Kunde oder Gast scannt den Code kurz ein – das war’s dann auch schon. Die Plakate wird es ebenfalls unter anderem bei der Tourist-Info im Bahnhof geben.

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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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