Schortens 1300 Wohnungen hat die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Friesland zurzeit im Bestand – und allein in Schortens kommen voraussichtlich bald 36 weitere Wohnungen hinzu: Auf den Flächen des Höpkenmoor am Klosterweg unweit der Turnhalle des TuS Oestringen beginnt die Wohnungsbaugesellschaft in Kürze mit dem Bau eines weiteren Mehrfamilienhauses mit 18 Wohnungen. Ein baugleiches Objekt steht bereits an der Jeverschen Straße am Wohnpark. Und wenn es nach der SPD/FDP-Gruppe geht, soll das Musterhaus, das die Wohnungsbau inzwischen auch schon einmal in Jever errichtet hat, ab 2022 noch ein drittes Mal in Schortens gebaut werden.

Zinslose Landesmittel

Niedersachses Bau- und Umweltminister Olaf Lies übergab jetzt für das zweite Bauvorhaben in Schortens im Rathaus den Förderbescheid an Wohnungsbau-Geschäftsführer Bernhard Bruhnken. Niedersachsen unterstützt den Bau durch zinslose Landesmittel in Höhe von 2,346 Millionen Euro und damit im Grunde die reinen Baukosten des neuen Objekts. Inklusive des Grundstücks geht’s hier um ein Investitionsvolumen von 2,76 Millionen Euro. Das 3050 Quadratmeter große städtische Grundstück wurde allerdings nicht verkauft. Es wurde auf die Wohnungsbaugesellschaft übertragen, die Stadt Schortens erhöht damit im Gegenzug ihre Anteile in der Stammkaitaleinlage des kommunalen Wohnungsunternehmens.

Dass auf den Flächen am Höpkenmoor neben der Ein- und Zweifamilienhausbebauung auch der soziale Wohnungsbau forciert wird, reklamiert die SPD/FDP-Gruppe in Schortens für sich. Gruppensprecher Udo Borkenstein kündigte an, in knapp zwei Wochen im Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt den Antrag für ein drittes Objekt zu stellen. Aus dem Zwilling des Mehrfamilienhauses soll also in Schortens am Klosterweg oder am Diekenkamp ein Drilling werden. Vielleicht ab 2022, denn die Wohnungsbau will dieses Objekt auch noch an anderen Orten realisieren. Auch in Jever und im Wangerland.

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Olaf Lies sprach beim bezahlbaren Wohnraum von einem „Herzensthema“. Bis 2035 gebe es großen Bedarf, da die Menschen „immer älter und immer einzelner“ würden. „Wir brauchen Wohnungen in ansprechender Qualität, barrierearm und bezahlbar.“ Land und Bund hätten für ein Förderprogramm 1,7 Milliarden Euro bis 2030 bereitgestellt. Pro Jahr sollen damit in Niedersachsen 4000 neue Wohnungen gebaut und gefördert werden. Zurzeit werde im Land zu viel renditeorientiert gebaut, so Lies.

Regulativ für Mieten

Sven Ambrosy, als Landrat zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnungsbaugesellschaft Friesland, betonte, dass das Unternehmen aktuell fünf solcher Bau-Projekte vor der Brust hat. Weitere Gemeinden zeigten Interesse. Die Wohnungsbaugesellschaft sei auf dem hiesigen Wohnungsmarkt auch ein Regulativ, betonte Ambrosy. Private Anbieter könnten es mit ihren Mieten nicht übertreiben, weil die Menschen immer Alternativen haben.

Für das Projekt am Höpkenmoor gebe es bereits eine Reihe interessierter Mieter, sagte Geschäftsführer Bernhard Bruhnken. Dass das Konzept passt und den Bedarf trifft, zeige der Neubau, der Anfang 2018 an der Jeverschen Straße bezugsfertig wurde. Dort habe es in den 18 Wohnungen bisher nicht einen Mieterwechsel gegeben.

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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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