Schortens Die Brandruine Grön Winkel ist abgetragen, von den einstigen Gebäuden sind nur noch einige Bauschutthügel übrig. In zwei Wochen soll das Gelände komplett leer geräumt sein – und dann kann auch schon der Bau der neuen Wohnanlage beginnen.

Zur Neubebauung des Geländes hatte sich eigens die Terra Projekt Gesellschaft gegründet. Architekt Frank Schumacher und Geschäftsführerin Alexia Filina sind optimistisch, dass in spätestens vier Wochen die Baugenehmigung vorliegt – dann soll der Neubau starten, rund 18 Monate Bauzeit sind angesetzt.

Modern und zukunftsorientiert und mit sozial verträglichen Mieten wird die neue Wohnanlage werden, sagt Schumacher: Entwickelt wurden die Pläne in enger Zusammenarbeit mit der Stadt. „Wohnraum in Schortens wird dringend benötigt“, weiß er. Und zwar sowohl Eigentums- als auch Mietwohnungen.

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59 Wohnungen zwischen 35 und 65 Quadratmeter – knapp 20 mehr als im bisherigen „Grön Winkel“ – werden direkt neben dem Rathaus entstehen. Das u-förmige Gebäude öffnet sich zu einem großen Innenhof – dank Tiefgarage wird der frei von Verkehr sein und parkähnlich angelegt, sagte Alexia Filina: „Bei unseren Bauvorhaben achten wir darauf, dass die künftigen Bewohner – jung bis alt – Möglichkeiten zur Kontaktpflege erhalten.“

Auch energetisch wird der Neubau allerneuesten Stand haben: Eisspeicher, Wärmepumpen und Fotovoltaik machen die Wohnanlage autark bei Heizung, Warmwasser und Betriebsstrom. Der Eisspeicher nutzt die so genannte Kristallisationswärme, die freigesetzt wird, wenn Wasser seinen Aggregatzustand von flüssig nach fest ändert.

Und zudem wird das Gebäude komplett aus umweltgerechten Materialien gebaut, kündigt Architekt Schumacher an: So kommen statt Styropor etwa mineralische Dämmstoffe zum Einsatz.

Im ersten Schritt wird noch in diesem Jahr der Bau von Eisspeicher und Tiefgarage beginnen. Dazu muss das Grundwasser abgesenkt werden – der Grundwasserspiegel steht im Schortenser Zentrum bei rund 2,50 Metern Tiefe. „Wir hoffen, dass wir mit der Tiefgarage in diesem Jahr noch so weit kommen, dass 2018 der Hochbau schnell starten kann“, sagt Schumacher.

Die Investoren haben das angrenzende kleine städtische Grundstück zur Oldenburger Straße hin dazugekauft: Über diese Fläche soll die Zufahrt zur Tiefgarage erfolgen.

Als allererster Schritt folgt demnächst aber das Aufstellen des Bauschilds – dann können alle Interessierten sehen, was sich auf dem Gelände Grön Winkel nun entwickeln wird.

Wie berichtet, war die Wohnanlage Ostern 2014 in Brand geraten. Bei einem Gewitter war ein Blitz in die auf dem Dach installierte Fotovoltaikanlage eingeschlagen. Innerhalb kürzester Zeit stand das Dachgeschoss der Wohnanlage in Flammen. Die etwa 40 Bewohner, überwiegend ältere Menschen, konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.

Die Wohnanlage war durch den Brand unbewohnbar geworden und war seitdem Wind und Wetter ausgesetzt. Im April 2017 war im zweiten Anlauf endlich der Verkauf der Brandruine per Zwangsversteigerung an eine Investorengemeinschaft gelungen. Im August hatte der Abriss der Ruine begonnen.

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Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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