Sande Allein aus optischen Gründen hätte der Hausherr die Klinkeroptik gewählt, doch damit stand Sandes Bürgermeister Stephan Eiklenborg ziemlich allein da: Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses votierten beim Thema Rathaussanierung einstimmig für eine Fassadengestaltung mit so genannten vorgehängten und hinterlüfteten Fassadenplatten mit Dämmeinlagen. Eine Außenwandverkleidung als Wärmeverbundsystem mit aufgeklebten Klinkerriemchen wurde wegen des späteren Pflegeaufwands der Dehnfugen und der Folgekosten abgelehnt. In der Herstellung kosten beide Varianten nahezu gleich viel. Letztlich konnte sich auch der Bürgermeister mit dieser Variante der Fassadengestaltung anfreunden.

Mit der Rathaussanierung wird das Verwaltungsgebäude zumindest optisch zum „Plattenbau 2.0“, denn die unansehnlichen Waschbetonplatten verschwinden. Stattdessen werden Fassadenplatten verwendet. Aus welchem Material (Zement, Metall oder Trespa, einem Materialmix aus Kunststoff und gepressten Holzfasern) diese Platten hergestellt werden, wird zu einem späteren Zeitpunkt geklärt.

Doch die Sanierung ist weit mehr als nur Fassade: Wie berichtet, soll das 1976 errichtete und in fast allen Belangen sanierungs- und modernisierungsbedürftige Verwaltungsgebäude für zwei Millionen Euro auf den neuesten Stand gebracht werden. Das soll bei laufendem Verwaltungsbetrieb in zwei Bauabschnitten in diesem und im nächsten Jahr passieren. Neben der Beseitigung der vielen Mängel an Fenstern, Dach und Energiestandards ist auch eine Modernisierung des Brandschutzes, der Barrierefreiheit, der gesamten Elektrik, Beleuchtung und der EDV nötig.

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Mit Klinkerriemchen hätte man das Rathaus zwar den Gestaltungsvorgaben der Ortsmitte angepasst, sagte Klaus Oltmann von der Gemeindeverwaltung. „Aber dann müsste das Haus auch noch ein Satteldach haben“, ergänzte Frank David (FDP). Wegen der großen Fensterflächen passe die Klinkeroptik ohnehin nicht zum Verwaltungsgebäude, meinte Ruth Bohlke (SPD). Das bestehende Flachdach bekommt natürlich kein Satteldach aufgesetzt, allerdings eine leichte Neigung, so dass sich künftig kein Niederschlagswasser mehr stauen kann.

Die Klinkergestaltung wird vor allem deshalb abgelehnt, weil sie fest mit dem Haus verbunden wäre und bei Schäden ein deutlich größerer Aufwand vonnöten wäre. Mit den Fassadenplatten habe man auf Dauer weniger Probleme, so CDU-Ratsherr Peter de Boer.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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