Sande Erst mussten die Helfer in Zeiten der Corona-Pandemie ihre Ausgabestelle auf dem Gelände des Pflegeheims Sanderbusch schließen. Sie wechselten vorübergehend ins Jugendzentrum Sande. Nun stehen sie bald ganz ohne Bleibe da: Die Sander Tafel sucht dringend eine Ausgabestelle. Martina Nitzel, Leiterin der Sander Tafel, und ihre Mitstreiter sind der Gemeinde dankbar, die in den vergangenen Wochen die ungenutzten Jugendräume der Tafel überließ.

Doch nun ist das Jugendzentrum Sande wieder geöffnet – da wird der Platz knapp. Montags bis mittwochs und freitags von 14 bis 20 Uhr toben die Kids durch die Räume, donnerstags von 14 bis 15.30 Uhr werden Lebensmittel an etwa 50 Bedürftige verteilt. So geht es noch bis Donnerstag, 9. Juli. Dann muss die Sander Tafel raus aus dem Jugendhaus.

Nitzel und Edith Wahn­baeck, Leiterin des Sozialen Kaufhauses, sowie Ratsfrau Angela Hoffbauer starteten auf Facebook schon Aufrufe: „Dringend sucht die Sander Tafel einen Raum für die Ausgabe von Lebensmitteln. Bitte liebe Sander, schaut einmal, ob nicht irgendwo ein leerer Raum der Tafel donnerstags zur Verfügung gestellt werden kann. Bitte lasst die Sander Tafel nicht sterben, sie ist sehr notwendig“, heißt es in den Sozialen Netzwerken.

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Und auch die Gemeinde Sande ist dabei, eine passende Unterkunft zu finden. „Wir hoffen auf eine zeitnahe Ersatzlösung, um die Sander Tafel räumlich unterzubringen“, sagt Hans-Hermann Tramann, Fachbereichsleiter Ordnung: „Wenn möglich zentral und trotzdem nicht so einsehbar. Das ist aber nicht ganz einfach. Bisher habe wir nichts Konkretes.“

Über Facebook kamen schon einige Vorschläge, die Martina Nitzel aber leider ablehnen muss: Eine alte Wäscherei sei schon an einen Barbier vermietet und hohe Mieten könne die Tafel auch nicht aufbringen. „Wir existieren nur von Spenden, Sponsoren und natürlich von uns Ehrenamtlichen“, sagt Nitzel.

Aber nicht nur, dass die Sander Tafel keine hohe Mieten aufbringen kann, es gibt noch andere Punkte, die zu berücksichtigen sind: „Es handelt sich um eine Lebensmittelausgabe auch von Gefrorenem. Es muss ein Dauerplatz für Kühl- und Gefriergeräte vorhanden sein, ein Waschbecken mit fließend Wasser muss vor Ort sein. Der Boden muss geeignet sein“, zählt sie auf. Denn im Rathaus beispielsweise liegt Teppich – „das widerspricht den Hygieneauflagen“, erklärt Angela Hoffbauer. „Es ist nicht so einfach wie einige denken.“

Nitzel: „Wenn wir einen Raum als Übergangslösung finden könnten, könnten wir die Tafelausgabe in Sande weiterführen. Und wenn es auch wieder nur für ein paar Monate geht.“ Wünschenswert wäre natürlich eine längerfristige Lösung. Die Räume könnten auch noch anderweitig genutzt werden – die Tafel hat nur einmal pro Woche Lebensmittelausgabe.

Aktuell wird die Sander Tafel von der Wilhelmshavener Tafel beliefert. Die Kunden wären auch berechtigt, dort Lebensmittel abzuholen, aber nicht jedem ist es möglich, dorthin zu kommen.

Chihuahua Schombel Agentur Hanz / Redaktion Jever
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