Sande Die Fläche ist nur einen knappen Hektar groß und liegt an der B 436 aus Richtung Sande ein paar hundert Meter vor dem Ortseingang von Neustadtgödens in Höhe der Dollstraße, die dort auf die Bundesstraße trifft. Auf dem von landwirtschaftlichen Flächen umgebenen und vom Entwässerungsgraben Lehmbalje begrenzten gemeindeeigenen Gelände soll es vor vielen Jahren mal einen Sportplatz gegeben haben. Doch davon ist heute überhaupt nichts mehr zu sehen.

Inzwischen sprießt und wächst dort alles wild durcheinander – Sträucher, Gräser und Gehölze; und zu allem Überfluss breitet sich dort der alles verschlingende und verdrängende Staudenknöterich aus.

Die Initiative „Bienengemeinde Sande“ hat die 0,89 Hektar große Fläche ausgewählt, um dort der Natur- und Artenvielfalt mit sanften Eingriffen in die Botanik behutsam auf die Sprünge zu helfen und ein „Biotop Neustadtgödens“ anzulegen. Bei einem Infotreffen im Rathaus Sande stellte Ina Rosemeyer vom Regionalen Umweltzentrum in Schortens vor, was sie und ein paar weitere Beteiligte bei einem Ortstermin vor einigen Wochen an Pflanzen entdeckt haben. Sie machte Vorschläge, wie man mit der Fläche umgehen könnte, um dort mehr Insekten heimisch werden zu lassen. Peter Bünting sprach von „sanftem Handlungsbedarf“, Frank David empfahl ein „behutsames Eingreifen“: Denn wenn wir gar nichts machen, verwaldet die Fläche im Lauf der Jahre.“

Die gar nicht so große Fläche wurde dafür je nach Bewuchs und Beschaffenheit gedanklich weiter unterteilt. Viel wäre dort nach Auffassung der Initiatoren von Naturschutzbund und Umweltstiftung, Jägerschaft, Siedlergemeinschaft und Nationalparkverwaltung, Heimatverein und Bürgerverein auch gar nicht zu tun. Die von einer hohen Hecke zur Straße und zum gemähtem Weg sowie von Apfelbäumen und verschiedenen Sträuchern bewachsene Fläche könnte man so belassen. Gleiches gelte für den Weg, der zu den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen führt. Auch ein Gehölzstreifen mit Weide, Hasel, Brombeersträuchern, Pappel, Flieder und Ahorn benötige kein regulierendes Eingreifen, waren die Beteiligten einig.

Von einer größeren offenen Fläche sollte man die Gräser entfernen und Sand auftragen und einarbeiten. Dort könne man mit der Aussaat von Regiosaatgut eine Wildblumenwiese sowie Sandhügel für sandbewohnende Wildbienen anlegen, so ein Vorschlag.

Etwas tun müsse man auf einer sehr lückenhaft bewachsenen Fläche gegen den japanischen Staudenknöterich, der sich dort gerade ausbreitet. Ob man die Fläche nur abdeckt und die Pflanze quasi erstickt oder besser mit einem Kleinbagger ausgräbt und auf der Deponie entsorgt, ist noch nicht abschließend geklärt.

Überlegungen gibt es auch, im östlichen Teil des Areals am tiefsten Punkt Gehölze zu entfernen und dort ein vielleicht grundwassergespeistes Gewässer anzulegen.

Für Tido Bent von der Umweltstiftung Weser-Ems sind die vorgestellten Überlegungen im Umgang mit der Fläche „ein sehr schlüssiges Konzept“.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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