Sande Sandes Sozialkaufhaus, der „Laden am Torbogen“, zieht wieder um: Neuer Standort wird ein bald freiwerdendes Geschäft an der Hauptstraße 47 in Nachbarschaft zum Netto-Markt. In dem Ladenlokal ist zurzeit noch ein Anbieter von Wasserbetten ansässig.

Edith Wahnbaeck, maßgebliche Initiatorin des mit rund zehn weiteren ehrenamtlichen Mitarbeitern aus dem Verein der Sander Integrationslotsen geführten Sozialkaufhauses, freut sich auf den Standortwechsel: „Am Torbogen an der Breslauer Straße sind wir doch ziemlich abseits gelegen. Zu uns kommt nur, wer uns kennt oder ganz zielgerichtet unseren Laden sucht. An der Hauptstraße sind wir präsenter, mitten im Zentrum und hoffen auf mehr Laufkundschaft, die auch mal spontan hereinkommt und in unserem Sortiment fündig wird.“

In Kürze soll der Mietvertrag unterschrieben werden. Der Umzug soll zum 1. Juli vollzogen sein.

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Eigenbedarf angemeldet

Auslöser für den Ortswechsel sind Neubaupläne der Eigentümergemeinschaft der Immobilie an der Breslauer Straße. Dem kleinen Laden am Torbogen ist eine größere Halle angegliedert, den die Ladenbetreiber vor allem als Werkstatt und Lagerfläche nutzen. Diese Halle soll einer neuen Garagenanlage weichen. Und der Laden am Torbogen allein ist den Betreibern zu klein.

So hörte sich Edith Wahnbaeck, die mit ihren Mitstreitern vor zwei Jahren schon gern zentrumsnah eröffnet hätte, damals aber nichts Geeignetes fand, im Ort um. Wilfried Herzke bot ihr nun seine Immobilie an, in der er viele Jahre lang bis zu seinem Ruhestand ein Radio- und Fernsehgeschäft betrieben hatte. 100 Quadratmeter Ladenfläche plus weitere 95 Quadratmeter – beheizbare – Lagerfläche stehen den Integrationslotsen dort zur Verfügung.

Das Sozialkaufhaus bietet Kleidung, Hausrat, Spielzeug, Kleinmöbel und vieles weitere mehr aus zweiter Hand für kleines Geld an, was Bürger dem Laden als Spende überlassen haben. Einkaufen darf dort jeder, es gibt keinerlei Einschränkungen oder Auflagen. Der Erlös dient nach Abzug von Miete und Nebenkosten vor allem der Integrationsarbeit.

Es geht aber auch darum, der Wegwerfmentalität entgegenzuwirken und brauchbare Dinge etwa aus Haushaltsauflösungen oder wenn man zu Hause mal richtig aufgeräumt und ausgeräumt hat, nicht wegzuwerfen, sondern über den Laden anderen Menschen zur Verfügung zu stellen.

Der Laden entstand Ende 2015 im Zuge des Flüchtlingszuzugs noch unter dem Namen „Sander Kleiderbad“ in den Räumen des früheren Sander Lehrschwimmbeckens. Dort blieb der Laden eineinhalb Jahre, bis man sich wegen Auflagen der Baubehörden nach neuen Räumen umsehen musste. Die Initiatoren wurden an der Breslauer Straße 19 fündig und eröffneten dort im Mai 2017 den „Laden am Torbogen“.

Neuer Name nötig

„Mit dem Umzug müssen wir uns wieder einen neuen Namen zulegen“, sagt Edith Wahnbaeck. „Der ,Torbogen‘ passt nun nicht mehr.“ Beim Mitarbeitertreffen im Februar wolle man sich einen neuen Namen überlegen. Auch bei den Öffnungszeiten werde man sich Neues überlegen und sich den Geschäftszeiten an der Hauptstraße anpassen.

Die Änderungsschneiderei werde auch am neuen Standort fortgeführt, so Edith Wahnbaeck. Auch eine Reinigungsannahme sei geplant. Bis zum Umzug an die Hauptstraße sind am Torbogen zunächst noch zwei Räumungsverkäufe geplant.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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