Hooksiel Sie sind ein Publikumsmagnet und begeistern jedes Jahr aufs Neue Tausende: Die Renntage auf der Jaderennbahn in Hooksiel. Seit der Gründung des Hooksieler Rennvereins 1981 hat sich dort direkt hinter dem Deich eine Veranstaltung etabliert, die inzwischen bis weit über die Region hinaus Bekanntheit erlangt hat.

Großes Engagement

Seit mehr als 30 Jahren organisieren die Ehrenamtlichen um Vorsitzenden Günther Lühring Jahr für Jahr gewissenhaft und zuverlässig die Renntage: Sie halten die Bahn in Ordnung, sorgen für die Technik, werben Sponsoren und Starter und kleben in den Nächten auf gut 470 Kilometern Straße Plakate und haben bekannte Persönlichkeiten als Schirmherren für ihre Sache verpflichten können.

Aber auch vor dem Verein macht der Wandel nicht halt: „Es ist leider immer schwieriger, ausreichend Starter für die Rennen zu bekommen“, sagte Lühring am Montagabend auf der Jahreshauptversammlung. Grund sei unter anderem, dass die Konkurrenz auf der Jaderennbahn groß ist und so die Aussicht auf einen Sieg immer häufiger ins Verhältnis zu den Kosten einer Teilnahme gesetzt werde.

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Die Versammlung beschloss am Montagabend daher überraschend, statt der bisher üblichen drei Renntage in diesem Jahr nur zwei Renntage zu veranstalten. Der erste geplante Renntag wäre am Mittwoch, 23. Juli, gewesen. An dem Sonntag davor findet allerdings ein in der Regel sehr gut frequentierter Renntag in Cuxhaven-Duhnen statt.

„Wir befürchten deshalb, dass wir am Mittwoch in Hooksiel nicht genügend Starter bekämen, einen Ausfall des geplanten Tages wegen Startermangels können wir uns aber einfach nicht leisten“, betonte Lühring. Daher empfehle er, auf diesen Tag zu verzichten. Die Mitglieder folgten seinem Vorschlag.

So findet in diesem Jahr nur ein Trabrenntag statt und zwar am Mittwoch, 30. Juli. Zudem gibt es den beliebten Familien-Renntag am Sonntag 10. August.

Weitere Neuerung ist, dass die Rennen in Hooksiel künftig erstmals auch über das Internet durch Buchmacher national und international bewettbar sein werden. Das beschlossen die Mitglieder einstimmig.

Über einen Live-Stream im Internet sollen die Rennen künftig übertragen werden. Der Verein wird laut Lühring mit gut zehn Prozent an den Gewinnen beteiligt, die in den so genannten Außenwetten erzielt werden sollen.

Die Rennsaison 2013 war laut Lühring allerdings überaus erfolgreich: „Wir haben am Familientag einen neuen Besucherrekord von 6000 Personen verzeichnet“, betonte er. „Die schnellen Rennen in Hooksiel haben ihre Anziehungskraft nicht verloren – das liebt das Publikum“, sagte er. Der Verein stehe auch wirtschaftlich auf gesunden Füßen, und das trotz eines kleinen Minus von rund 2000 Euro beim Saisonabschluss 2013.

Erstmals hatte der Verein Startern, deren Pferde nicht platziert worden waren, eine Tranportkostenentschädigung von jeweils 50 Euro gezahlt. „Das hat für mehr Starter gesorgt“, sagte Lühring.

Wechsel im Vorstand

Bei den Neuwahlen überraschte Lühring zum zweiten Mal an diesem Abend: „Seit 18 Jahren bin ich Vorsitzender des Vereins, es ist an der Zeit, einem anderen die Chance zu geben“, sagte der 70-Jährige.

Die Vereinsarbeit gleiche einem Vollzeitjob, es müsse jetzt über eine Veränderung an der Spitze nachgedacht werden. Seit 30 Jahren habe er sich mit Herz und Feuereifer in den Verein eingebracht – „aber irgendwann kommt der Punkt, da muss man sagen, das wars“, sagte Lühring sichtlich ergriffen.

Da sich aber während der Versammlung niemand bereit erklärte, den Vorsitz des Vereins zu übernehmen, stellte Lühring sich ein letztes Mal zur Verfügung. Die Mitglieder dankten ihm für seine Bereitschaft: „Das ist dein Geschenk an den Verein“, sagte Dieter Gabbey.

Lührings 1. Stellvertreter ist jetzt Immo Müller, er folgt auf Burkhard Kähler, der auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausgeschieden ist. 2. Stellvertreter ist jetzt Piet Pereboom, er nimmt Immo Müllers vorherigen Platz ein. Kassenwart ist Timo Zippermayr, Schriftführerin und Pressewartin ist Tina Müller.


Mehr Infos unter   www.hooksieler-rennverein.de 
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