JEVER 166 Menschen arbeiten in der Einrichtung. Sie rechnet mit einer steigenden Zahl von Arbeitsplätzen.

von kirsten homola JEVER - Auf eine 25-jährige Erfolgsgeschichte kann die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) am Hillernsen Hamm in Jever zurückblicken.

Als eine Einrichtung, die schon lange auf einem sehr hohem Niveau arbeitete, bezeichnete Landrat Sven Ambrosy gestern beim Jubiläumsfest die WfbM. Er sagte in seinem Grußwort: „Der Landkreis Friesland als Kostenträger verstehe sich als Partner der Werkstatt und hat ebenso eine Verantwortung für die dort arbeitenden Menschen.“ Eine der wichtigen Aufgaben der Einrichtung sei die Integration der behinderten Menschen in unsere Gesellschaft. Auch in Zeiten knapper Kassen dürften Menschen, die auf Hilfe angewiesen seien, „nicht unter die Räder kommen“. Als kleinen Obolus brachte Ambrosy einen Zuschuss für das nächste Grillfest mit.

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Die gute Arbeit der GPS lobte auch der stellvertretende Bürgermeister Bolko Schroeder. Durch ihre Arbeit würden die Behinderten die Akzeptanz der Gesellschaft erfahren. Die Zertifizierung der WfbM im August 2001 trage zu einer guten Auftragslage bei.

Lothar Steinbach, seit April 2002 Leiter der WfbM, berichtete vom spannenden Wochenprogramm für die Beschäftigten zum 25-jährigen Bestehen darunter ein ausgiebiges Frühstück, eine Fotoaktion, ein Kinobesuch und eine Fahrradtour mit anschließendem Grillen und Disco. „Es war uns sehr wichtig, dass unsere Beschäftigten sich zum Jubiläum einbringen."

Der Grundgedanke der Institution, Menschen mit einem Handicap in den Mittelpunkt zu stellen und ihnen mit einer anspruchsvollen Tätigkeit Selbstwertgefühl zu geben, habe bis heute Bestand. Diese Philosophie werde an neue Mitarbeiter immer weitergegeben. Somit dürfte die Erfolgsgeschichte der WfbM weitergehen.

Im Oktober 1981 wurde der damals 2550 Quadratmeter große Bau in Betrieb genommen. Im Laufe der Jahre wurde der Komplex immer weiter ausgebaut. Die Räumlichkeiten wurden für rund 100 Beschäftigte geplant. „Das schien uns damals sehr viel zu sein“, erklärte Manfred Pfaus, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit mbH Wilhelmshaven (GPS) bei der gestrigen Jubiläumsfeier. Er berichtete den vielen Besuchern von der Anfangszeit der Einrichtung. Mit 66 behinderten Menschen und dem ersten Leiter Walter Trömel startete die GPS als Träger der Einrichtung. Erstmals wurde ein Neubau erstellt, was für Einrichtungen der GPS damals noch nicht üblich war, meist wurden Gebäude gekauft. Heute arbeiten in der Werkstatt 166 Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen, betreut werden sie von 27 Mitarbeitern und sechs Helfern im sozialen Jahr.

Erste Anfangsschwierigkeiten, Aufträge aus der Industrie zu bekommen, waren schnell überwunden. „Heute ist die WfbM ein leistungsfähiger Partner der Industrie“, so Pfaus. Die Werkstatt habe sich ausgezeichnet entwickelt, was ohne die engagierten Mitarbeiter kaum möglich gewesen wäre. Pfaus lobte auch die gute und faire Zusammenarbeit mit den hiesigen Ämtern. Für die Zukunft werde die Werkstatt noch mehr Arbeitsplätze bereit halten müssen, denn die Zahl der Menschen mit Behinderungen nehme zu. Ebenso müsse über die Betreuung älterer Menschen mit schweren Beeinträchtigungen nachgedacht werden, so Pfaus.

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