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SANDE Alljährlich machen sie ihren Marsch durch die Gemeinde Sande: die Punktrichter für die Vorgartenprämierung. Bei ihnen zählt der gepflegte Eindruck.

Von Thomas Neunaber SANDE - Ihrem kritischen Blick entgeht nichts – erst recht kein Unkraut, das sich zwischen Blumen und Gehwegplatten zeigt. Hinrich Onnen und Hartmut Rinnebach, Wertungsrichter der Arbeitsgemeinschaft „Vorgarten“ in Sande, nehmen schon seit Jahren das Grün ihrer Mitbürger unter die Lupe.

Gerade ist Bezirk III mit den Straßen Rotdornweg, Ahornweg, Pappelweg, Birkenweg und Dollstraße an der Reihe. Ausgestattet mit Wertungsbögen und Kugelschreibern ziehen der 65- und der 66-Jährige los.

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Gewertet wird nach einem Zehn-Punkte-Prinzip. „Der Durchschnittsgarten bekommt bei uns fünf bis sechs Punkte, eine Top-Anlage neun bis zehn Punkte“, sagt Hartmut Rinnebach. Gewertet wird unabhängig voneinander nach persönlichem Eindruck und nicht nach festgelegten Prüfkriterien.

„Was zählt ist der gepflegte Eindruck“, sagt Onnen. Und der ist beim ersten Prüfobjekt anscheinend nicht der beste. Fünf Punkte bekommt das Ensemble aus Rasenfläche, Zaun und Krüppelkiefer. „Der Zaun ist zu hoch, die Kiefer auch und der Rasen könnte gepflegter sein“, findet Punktrichter Rinnebach.

Vorgärten, die mit ihrer Bepflanzung die Sicht auf das Haus verstellen, fallen bei den beiden Sandern in Ungnade. Auch Unkraut und wilde Staudenkulturen führen zu Punktabzug. „Verwucherte Ökogärten passen nicht in unser Bewertungsschema“, sagt Rinnebach. Was zählt, ist die gepflegte Gartenkultur mit Begonie, Rosen und grüner Rasenfläche.

Keine Chance haben auch solche Grundstücksbesitzer, deren Gartenpracht nicht vor, sondern hinter dem Haus liegt. „Wir schauen nicht nach hinten“, sagt Onnen.

Gleich nebenan hellt sich der Blick der Richter auf. Ein niedriger weißer Lattenzaun und kurz gemähtes Rasengrün lassen den Blick auf das Klinkerhaus frei. Zur Auflockerung wurde in die Rasenfläche eine Tanne gepflanzt. Blumenbeete mit Knollenbegonien dekorieren die Hausfassade.

„Sehr gepflegt, guter Eindruck, ich gebe acht Punkte“, sagt Onnen. Kollege Rinnebach vergibt sieben Punkte, da es aus seiner Sicht zu wenig Blühendes für den Betrachter im Vorgarten gibt.

Über kahle Stellen im Rasen lassen die Gartenrichter an diesem Nachmittag Milde walten. „Bei dem warmen Sommer kann so etwas schon mal passieren“, sagt Onnen.

Umso höher schlägt das Herz der Gartenbewerter beim nächsten Grundstück. Hier treffen gepflegte Rasenflächen auf blühende Blumenbeete, und ein Kübel mit bunten Blumen ziert auch noch den Garten. „Den kennen wir schon, das ist ein pensionierter Eisenbahner, der seine Begonien im eigenen Gewächshaus zieht“, schmunzelt Onnen.

Auf Gartengrün verzichtet ein anderer Grundstückseigentümer gänzlich. Sein Vorgarten besteht aus einer grauen Betonsteinauffahrt. „Die Leute legen heute verstärkt Wert auf eine praktische Gartengestaltung“, sinniert Rinnebach. Doch wer hier null Punkte gibt, verkennt das Auge des Gartenkenners „Es fehlt hier zwar an Grün, dafür ist der Eingangsbereich mit Efeu und Blumenampel schön gestaltet“, sagt Rinnebach. Über sechs Punkte darf sich der Gartenbesitzer freuen.

Auf den „Top-Garten“ wartet man an diesem Tag im Bezirk III vergeblich Den gibt es dafür bei Hinrich Onnen höchstpersönlich. Hier reihen sich Knollenbegonien und Geranien mit gestutztem Buchsbaum, Tannen und Thuja aneinander. Vorm Erker blühen meterweit rote Geranien in Blumenkästen. „Damit habe ich schon mehrfach den ersten Preis erzielt“, sagt Onnen.

Bis der schönste Vorgarten Sandes bekannt gegeben wird, müssen sich alle Gartenfreunde noch bis Oktober gedulden, dann steht die Siegerehrung an.

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