Roffhausen Majorel. Das klingt irgendwie französisch, ist aber tatsächlich ein aus dem Englischen zusammengesetzter Begriff: Major Relations. Wichtige Beziehungen. „Dafür steht unser neuer Firmenname“, erklärt Deutschlands Majorel-Geschäftsführer Klaus-Peter Bergmann, als am Donnerstag der neue Schriftzug für das Firmengebäude in Roffhausen in die Höhe schwebt.

19 Jahre lang firmierte das Callcenter-Geschäft in Roffhausen unter dem Namen Arvato CRM (Customer Relationship Management). Nach dem Zusammenschluss der Callcenter-Sparte von Bertelsmann und der marokkanischen Saham Group tritt die gemeinsame Tochter seit einigen Monaten unter dem neuen Namen Majorel auf (die NWZ berichtete).

Sieben-Meter-Schriftzug

Das wird nun auch nach außen sichtbar: Der alte Schriftzug am Firmengebäude in Roffhausen ist verschwunden, nun wurde der neue Firmenname in großen LED-Lettern an drei Seiten am Dach befestigt. Zwei sieben Meter lange Schriftzüge in Richtung der B 210 sowie ein viereinhalb Meter langer Schriftzug an der Eingangsseite des Gebäudes.

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Das neue Gemeinschaftsunternehmen mit weltweit 48 000 Mitarbeitern ist in 28 Ländern vertreten und führender Anbieter in Europa, dem nahen Osten und Afrika, und mit starker Präsenz in Asien und Amerika. Majorel wird von Luxemburg aus geleitet. Am Majorel-Standort in Roffhausen arbeiten rund 1000 Mitarbeiter.

Bertelsmann-Chef Thomas Rabe hatte den Zusammenschluss Anfang des Jahres mit den hohen Investitionskosten in der Branche begründet. So sollen in den kommenden Jahren mehrere hundert Millionen Euro in die Expansion, Analysetechnik, Künstliche Intelligenz und Automatisierung fließen. Bertelsmann und Saham halten je 50 Prozent an dem neuen gemeinsamen Unternehmen. Bertelsmann stellt mit Thomas Mackenbrock den Vorstandschef. Der Aufsichtsratsvorsitzende der neuen Firma wird von Saham benannt.

Wachsender Markt

Majorel hat zahlreiche Kunden unter anderem im Finanz-, Versicherungs- und dem Reisesektor. In der Branche herrscht starker Konkurrenzdruck. Zugleich haben Callcenter einen tendenziell wachsenden Markt.

„Wir freuen uns, dass wir nun auch am Standort Schortens offiziell als Majorel zu erkennen sind“, sagte Bergmann. Das Unternehmen verfolge ein klares Wachstumsziel und will seine führende Position festigen und weiter ausbauen.

Klaus-Peter Bergmann zufolge beraten die Mitarbeiter die Kunden in sieben Sprachen. „Unser Angebot umfasst neben klassischen Kanälen wie Telefon und E-Mail auch digitale Kanäle, Social Media und Video-Interaktionen.“

Neben diesen Dienstleistungen werden vom Standort Roffhausen aus auch Dokumentenmanagement inklusive Druck angeboten. Nicht zuletzt ist Roffhausen auch Standort des im vergangenen Jahr vorgestellten Scan-Trucks. „Wenn der Lkw nicht gerade deutschlandweit im Einsatz ist, um Dokumente einfach und sicher bei den Kunden vor Ort zu digitalisieren“

Oliver Braun Redakteur / Redaktion Jever
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