Petersgroden Bei einem vertraulichen Gespräch besprachen am Samstag Landwirte der Initiative „Land schafft Verbindung“ drängende landwirtschaftliche Fragen mit der Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller, dem niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies (beide SPD) und dem Geschäftsführer der Kreislandvolkverbände Wesermarsch und Friesland, Manfred Ostendorf.

„Für Ihr Unverständnis habe ich großes Verständnis“, sagte Lies. „Aber ich habe ja nicht die Probleme zu verantworten, sondern die Lösungen.“ Der gemeinsame Dialog solle nicht auf der Straße stattfinden. Darauf antwortete ein Landwirt: „Hätten wir nicht die Treckerdemos gemacht, wären Sie ja gar nicht hier.“

Der Minister bekannte: „Der Landwirt ist ein Dienstleister und muss dafür bezahlt werden, es braucht keine Subventionen, sondern wir brauchen kluge und rechtssichere Lösungen.“ Lies klagte: „Ich muss mich ständig dafür rechtfertigen, dass Naturschutz Geld kostet.“

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Die Politiker sprachen mit den Landwirten über die Wolfsrisse, die besondere Funktion von Schafen für den Küstenschutz, über die aktuelle Mäuseplage, über Gänse und die Düngeverordnung. Die Landwirtschaft im Nordwesten sei anders strukturiert, da bedürfe es praxisorientierter Gesetze und Vorgaben, die regionalisiert werden können.

Wenn der Wolf kommt, sei die Freilandhaltung vorbei, so die Landwirte. Dann würden die Weiden abgemäht und das Futter in die Ställe gebracht werden – und das sei schlecht für Bienen und Flachbrüter.

Schafe dienen der Sicherheit der Deiche. Ihr Schutz aber wird wegen der Wölfe zur Herausforderung. „Wir müssen die Populationsentwicklung der Wölfe verlangsamen und präventive Maßnahmen ergreifen“, so Lies. Zurzeit gibt es in Niedersachsen 23 Wolfsrudel mit mehr als 200 Tieren.

„Wir leben alle von der Natur und brauchen sie“, meinten die Politiker. Einige Argumente der Landwirte seien nachvollziehbarer gesunder Menschenverstand. „Aber wir brauchen rechtssichere Lösungen“, wiederholte Lies. Um das Prozedere zu vereinfachen wollen Umwelt- und Landwirtschaftsminister künftig enger zusammenarbeiten. „Damit es uns allen gut geht, muss Umwelt- und Artenschutz gelingen, und traditionelle Landwirtschaft weiter möglich sein“, sagte Siemtje Möller.

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