Varel In Niedersachsen gibt es zu wenig Deponiefläche für Bauschutt und mineralischen Abfall. Besonders groß ist der Mangel im nordwestlichen Niedersachsen. Bereits 2014 hat das Umweltministerium in Hannover die Landkreise – die für die Entsorgung des Abfalls verantwortlich sind – deshalb aufgefordert, nach geeigneten Standorten zu suchen. Der Landkreis Friesland prüft seitdem, ob die seit zehn Jahren stillgelegte Deponie Varel-Hohenberge wieder in Betrieb gehen könnte. Pläne, die in der Region kontrovers diskutiert werden und die Gemüter stark erhitzen.

Warum gibt es in Niedersachsen zu wenig Deponiefläche für Bauschutt? Welche Vorbehalte haben Bürger gegen die Deponie Hohenberge? Darüber diskutiert „Nordwestradio unterwegs“ am Mittwoch, 17. Februar, von 18.05 bis 19 Uhr in einer Livesendung im Hotel Friesenhof, Neumarktplatz, in Varel.

Teilnehmer der Gesprächsrunde mit Nordwestradio-Moderator Stefan Pulß sind: Volker Boehme-Neßler, Prof. für Umweltrecht, Universität Oldenburg, Martin Dehrendorf, Bau- und Umweltdezernent, Landkreis Friesland, Elke Fischer, Schriftführerin Bürgerinitiative „Lebensqualität statt Mülltourismus Varel“, Sabine Kundy, Vorsitzende Bürgerinitiative „Lebensqualität statt Mülltourismus Varel“, Markus Mews, Umweltexperte Niedersächsischer Industrie- und Handelskammertag, Dirk von Polenz, Grünen-Ratsherr und Vorsitzender des Umweltausschusses im Landkreis Friesland. Gäste sind willkommen. Der Eintritt ist frei.

Zum Hintergrund: Eine Bürgerinitiative will um jeden Preis verhindern, dass in Hohenberge neuer Abfall gelagert wird. Neben gesundheitlichen Risiken befürchten ihre Mitglieder einen „Mülltourismus“. Der Landkreis Friesland verweist dagegen auf die möglichen Vorteile des Standorts Hohenberge. Derzeit laufen Verhandlungen mit der Deutschen Bahn. Der Konzern sucht eine Deponiefläche für den Bauschutt und die Erdabfälle, die beim Ausbau der Bahnstrecke Wilhelmshaven-Oldenburg anfallen. Kann die Bahn als Groß-Kunde gewonnen und die Deponie gewinnbringend betrieben werden, so das Argument des Landkreises, könnten davon auch die Bürger profitieren – in Form stabiler Müllgebühren etwa. Zudem sollen auch Firmen und Privathaushalte ihren Abfall in Hohenberge entsorgen können. Letztlich sei aber noch keine Entscheidung gefallen, betont Frieslands Landrat Sven Ambrosy. Zunächst müsse ein Gutachten Antwort auf eine zentrale Frage geben: Hält die Statik der beiden Deponieberge, sollten diese künftig mit bis zu einer Million Tonnen Bauschutt und Erdabfall aufgefüllt werden?

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