Schortens /Lugano Für das geplante Lebensmittelwerk, das die Industrial Group For Food Production (IGFP) im Jade-Weser-Park in Roffhausen errichten will, ist nach wie vor kein Baubeginn terminiert. Gleichwohl schreiten die Planungen für den Bau des Lebensmittelwerkes offenbar hinter verschlossenen Türen voran. Am Donnerstag wurden nach Angaben von Projektleiter Alexander Hartung und der Leitung eines Vareler Architektur- und Ingenieurbüros im schweizerischen Lugano die weiteren Schritte zur Erteilung der Baugenehmigung abgestimmt.

Hartung vertritt die nach wie vor unbekannten Investoren von IGFP, die das Werk in Schortens sowie ein nahezu baugleiches Werk im norditalienischen Bondeno bei Ferrara errichten wollen.

Wie berichtet, hat ein Architektur- und Ingenieurbüro in Varel den Auftrag erhalten, das Werk für IGFP in Schortens genehmigungsreif zu planen. Das Büro in Varel betreut neben den Planungen für das Lebensmittelwerk in Schortens, in dem eines Tages täglich rund 1000 Tonnen an Tiefkühlgerichten und Teigwaren produziert werden sollen, auch die Planungen für ein Verteilerzentrum im brandenburgischen Spreetal.

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Aktuell werden die Pläne für das Pastawerk bei Ferrara, das auf dem abgeräumten Gelände der ehemals größten Zuckerfabrik Norditaliens entstehen soll, für das Werk in Schortens angepasst. Genehmigungsbehörde ist wie berichtet inzwischen das Gewerbeaufsichtsamt in Oldenburg.

Für das Werk in Italien sei die Baugenehmigung erteilt. Hartung zufolge habe es dort noch archäologische Bodenuntersuchungen gegeben, die nun abgeschlossen seien. „Was den Baubeginn für das Werk in Bondeno angeht, stehen wir auf stand-by“, erklärte Hartung der NWZ  auf Nachfrage.

Als genau heute vor einem Jahr die mehrere Aktenpakete umfassenden Planungsunterlagen für die Produktionsstätte im Schortenser Rathaus an den Landkreis übergeben worden waren, war als Baubeginn Mitte 2013 vorgesehen. Ab 2015 sollten von Schortens aus Millionen Kunden in den Ballungsräumen beliefert werden.

Der Termin ist obsolet. Der Vareler Chefplaner erklärte, dass noch an einigen Punkten gearbeitet werden müsse, um die Vorgaben der Genehmigungsbehörden zu erfüllen. Er gehe davon aus, dass in dem Werk nicht vor 2016 produziert werde.

Wie berichtet, ist für das Lebensmittelwerk von einer Größenordnung von mehr als 300 Millionen Euro die Rede. Rund 350 neue Arbeitsplätze sollen entstehen.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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